{"id":290,"date":"2019-10-18T15:51:02","date_gmt":"2019-10-18T15:51:02","guid":{"rendered":"http:\/\/iancushing.de\/?p=290"},"modified":"2025-10-21T17:36:19","modified_gmt":"2025-10-21T15:36:19","slug":"30-06-2017-buchvogel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iancushing.de\/?p=290","title":{"rendered":"30.06.2017 &#8211; Buchvogel"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"https:\/\/buchvogel.blogspot.com\">Buchvogel &#8211; Homepage<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Woher<\/strong>:\u00a0 Rezensionsexemplar des Autors, dem ich herzlichst daf\u00fcr danke<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So f\u00e4ngt es an<\/strong>: Ich habe mich entschlossen, eine Art Tagebuch zu f\u00fchren und meine Gedanken aufzuschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zusammenfassung<\/strong><br>Der Protagonist ist ein harmoniebed\u00fcrftiger Mann mit einem  unspektakul\u00e4ren Job. In Form von Tagebucheintr\u00e4gen l\u00e4sst er uns an  seinen Gedanken \u00fcber das Leben teilhaben. Durch Situationen  existenzieller Art wird er zu spontanen Entscheidungen gezwungen und  ver\u00e4ndert sich peu a peu.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pers\u00f6nliche Meinung<\/strong><br>Diese Kurzgeschichte ist beklemmend ergreifend. Dazu trug auch bei, dass ich sie auf einem Krankenhausflur las.<br><br>Die Geschichte ist in Form von Tagebucheintr\u00e4gen in Ich-Form des  Protagonisten verfasst, der namenslos bleibt. Das Tagebuch geht \u00fcber  gute zwei Jahre, von 2015 bis 2017. Der Schreiber berichtet von seiner  Kindheit und seiner aktuellen Situation und reflektiert dabei sein  Dasein. Wir kommen dem Protagonisten sehr nahe, er l\u00e4sst uns hautnah an  seinen Gef\u00fchlen teilhaben.<br><br>Erst nach einiger Zeit beginnt sich eine Handlung zu entwickeln, genauer  gesagt teilt der Tagebuchschreiber einige besondere Situationen mit  uns, die ihn zu unerh\u00f6rten Handlungen n\u00f6tigen. Wie ihn diese Handlungen  besch\u00e4ftigen und schlie\u00dflich ver\u00e4ndern, wird sehr dicht, lesenswert und  sehr genau beschrieben. Ich war innerlich bei ihm und konnte alles  nachvollziehen, bis er dann  zu weit ging. Oder vielleicht war es auch nur der logische Schritt?  Entscheidet selbst.<br><br>Der Protagonist ist kein Held im klassischen Sinne. Er ist einerseits  harmoniebed\u00fcrftig, hilfsbereit, nimmt sich andererseits selber sehr  zur\u00fcck und ist wahrscheinlich depressiv. Er ist Existenzialist, verehrt  Camus, Sartre und Hesse und erwartet nicht viel vom Leben. Genauer  gesagt denkt er, dass das Leben an sich sinnlos ist. <br><br>Der Sprachstil ist ruhig und niveauvoll gehalten und spiegelt die  n\u00fcchternde, bedr\u00fcckende Lebenshaltung des Tagebuchschreibers wieder.  Jeder, der einen Hauch von Niedergeschlagenheit kennt, bei dem das Leben  nicht nur heiter Sonnenschein ist und\u00a0der als Kind eher \u00e4ngstlich war  und am Rand stand, wird\u00a0sich von diesem Buch verstanden f\u00fchlen.<br><br>Der Autor schafft es, die Geschichte auf den Punkt zu bringen, alles ist  zitierw\u00fcrdig und kein Wort ist zuviel. Ian Cushing hat hier viel Wahres  geschrieben, Gedanken, die ich auch nachvollziehen konnte. <br><br>Der Buchtitel \u00fcbrigens bezieht sich nicht auf die Lesedauer, es ist zwar  eine Kurzgeschichte, aber ich hab dann doch eine gute Dreiviertelstunde  gelesen ;). Die Zeit ist gut investiert. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lesen oder nicht? <\/strong><br>Eine ruhig erz\u00e4hlte Geschichte, die nachhallt und die gro\u00dfen Fragen  aufwirft und ein reflektierender Anti-Held: diese Kurzgeschichte ist nicht Mainstream, aber lohnt sich: Klare Empfehlung von mir. Das Buch ist etwas besonders.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchvogel &#8211; Homepage Woher:\u00a0 Rezensionsexemplar des Autors, dem ich herzlichst daf\u00fcr danke So f\u00e4ngt es an: Ich habe mich entschlossen, eine Art Tagebuch zu f\u00fchren und meine Gedanken aufzuschreiben. ZusammenfassungDer Protagonist ist ein harmoniebed\u00fcrftiger Mann mit einem unspektakul\u00e4ren Job. In Form von Tagebucheintr\u00e4gen l\u00e4sst er uns an seinen Gedanken \u00fcber das Leben teilhaben. 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