06.10.2019 – Velvet in Paradise

Velvet in Paradise

Wie war das? Das Beste kommt zum Schluss!
Vielen Lieben Dank Master of Geschenkpapier Ian Cushing, für dieses wundervolle Rezensionsexemplar. Dein zweites Standbein muss also noch warten.

Rezension:
Ian Cushing- „Die Träne der Zauberschen“

Wir schreiben das Jahr 1611 und Barbara, die hübsche Bäckerin führt mit ihrer Familie ein glückliches Leben. Sie ist im Dorf sehr beliebt, da sie hilfsbereit und zu jedem nett ist. Barbaras Wissen an Kräutern ist enorm und  dieses Wissen gibt sie fleißig an ihre kleine Tochter Grete weiter. Doch eines Tages ändert sich alles. Ihre Schwiegermutter stirbt und Barbara wird der Hexerei angeklagt.

2011:
Die drei Freunde Jan, Marcus und Dirk verbindet eine Freundschaft von klein auf. Was keiner von ihnen ahnt ist, dass sie mit einer grausamen Vergangenheit verbunden sind. Ein unheimliches Ereignis ändert alles im Leben der drei und ein geisterhaftes Wesen schwört Rache für ein grausames Verbrechen, welches vor 400 Jahren begangen wurde.

Die „Träne der Zauberschen“ ist die traurige Geschichte von Barbara, welche zu Unrecht als Hexe verurteilt wird. Man erlebt Barbara als herzensgute, fröhliche und verständnisvolle Person und wird durch die Rückblenden mit auf ihren Leidensweg genommen.

Nicht jeder möchte ihr was böses und es gibt ein paar Leute, die versuchen ihr zu helfen. Da wäre zum Beispiel Veit Vogt, dessen einziges Problem aus meiner Sicht ist, dass er zu lange gehofft hat, anstatt zu handeln. Und trotzdem habe ich ihn in mein Herz geschlossen, weil er bis zum Schluss nicht von Barbaras Seite gewichen ist und ihr immer ein guter Freund war.

Der Bannrichter Justus Arbiter, ist das was man heut zu Tage voll Inbrunst als Arsch bezeichnen würde. Er ist korrupt und jeder hat Angst vor ihm. Das einzige was ihn interessiert sind Münzen und er hat seine wahre Freude an den Hexenprozessen. Ihn interessiert es nicht, ob die Frauen die Wahrheit sagen und manipuliert so lange, bis ihm die Leute glauben schenken.

Im Wechsel wird erzählt, was in der Vergangenheit passiert ist und was in der Gegenwart geschieht. Was mir sehr gut gefallen hat, da man die einzelnen Charaktere nach und nach kennen lernen konnte und ihre Verbindungen miteinander entdeckt.

Die Atmosphäre ist super eingefangen und umgesetzt, die Szene im Garten triefte nur so vor Grausamkeit und die Emotionen waren regelrecht greifbar, nur um mal ein Beispiel zu nennen.

Die Story handelt von Willkür, Verrat, Folter und Mord und hat mich vor allem zum Schluss hin mehr als einmal überrascht.
Was Neid und Missgunst aus einem Menschen machen kann ist furchtbar, vor allem was für schwerwiegende Folgen dabei auftreten können. Doch habt ihr euch schon mal die Frage gestellt, was wäre, wenn Gott und der Teufel einfach nur ein grausames Spiel spielen? Wenn es denn wirklich die Beiden sind…

Dieses Buch hat mich berührt und mitfiebern lassen, teils hat es mich traurig gemacht, teils wütend über so viel Engstirnigkeit. Kurzum es war emotional die reinste Achterbahnfahrt mit ganz großem Gänsehautfaktor.

„Die Träne der Zauberschen“ zählt für mich zu den Lesehighlights 2019 und ich kann dieses Buch wirklich jedem nur ans Herz legen.

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