
[RÜCKBLICK 2025]
Liebe Zuckerperlen und Lichtbringer,
schon wieder ein Jahr vergangen. Das ging erschreckend schnell, oder?
Kürzlich saß ich abends gemütlich mit einem goldenen Freund (© Ilona Arfaoui) auf dem Balkon und habe daran gedacht, was das Jahr dem Autoren-Ich so beschert hat.
DER LETZTE GUTE TAG ist im April erschienen. Mein insgesamt sechstes Buch. Als ich anfing zu schreiben, glaubte ich, wenn man am Ball bleibt, wird es immer ein Stück besser; man erarbeitet sich eine (Leser-)Basis und baut sie immer ein klein wenig aus. Ich sag mal so: Es wird bei jeder Veröffentlichung nicht unbedingt besser, eher anders. Stammleser*innen gehen flöten, neue Leser*innen kommen. Und wenn ich mir den Wertewandel in der Buchbubble so anschaue, darf ich froh sein, dass überhaupt jemand Interesse an meinem Buch hatte. Kein Farbschnitt, kein Cover-Flashmob, keine zur Lobhudelei verpflichteten Bloggerteams. Lediglich eine Geschichte zwischen zwei Pappdeckeln. So wie ich es mag. Und dafür habe ich mich für meine Verhältnisse tapfer geschlagen.
Das Buch ist mir immer noch sehr lieb. Sprachlich mein ausgereiftestes Werk. Ein dystopisches Setting, das auf unserer Gegenwart beruht. Und Liebe. Keine Romance, sondern die Art Liebe, die die Seele zerreißt und uns Dinge tun lässt, von denen wir niemals dachten, dazu fähig zu sein. Vielleicht wird die Zeit für das Buch noch kommen, wer weiß?
Im Juni war ich beim Fest der Bücher. Von den Gefühlen, die meine erste Buchmesse als Aussteller in mir ausgelöst hat, zehre ich noch heute. Nicht nur, dass Ilona Arfaoui, Virginia Anemona und Paola Baldin mir ihr Vertrauen schenkten und erlaubten, ihre Bücher mitzunehmen, auch die wundervolle Organisation der Messe war ein Highlight. Ganz besonders gern denke ich an die Besucher an unserem Stand zurück. Aufgeschlossene, interessierte Bücherratten jeden Alters; manchmal mit Interesse an meinen/unseren Büchern, manchmal, um einen guten Schnack zu halten. Jede Begegnung ist mir noch heute wertvoll.
So ca. im Oktober ist etwas geschehen, worüber ich jetzt leider nicht sprechen kann, will und werde – es aber für mich hier festhalten möchte. Für mich war es ein wundervolles Erlebnis (Karma?) und wenn alles klappt, wird eines meiner Bücher 2026 in einem unbuchigen Format erscheinen. Realisiert von Liebhabern*innen und Idealist*innen, wie ich es bin – viel Leidenschaft, viel Seele.
Seit dem 09.08.2025 habe ich den Rohentwurf für mein neues Projekt geschrieben! Der erste Rohentwurf steht seit dem 15.12.2025, und es war mir nie bewusster, dass es lediglich ein Entwurf ist. Bereits jetzt habe ich einige Stellen im Kopf, die ganz anders werden müssen. Ich habe das Gefühl, eine Basis zu haben, auf der ich aufbauen werde. Als hätte ich eine rudimentäre Geschichte vor mir, die einzig existiert, um als Grundlage für etwas Besseres zu dienen, der Inspiration dient, mich anstachelt. Sie will wachsen und ich bin ihr williges Werkzeug.
Im Dezember fand meine spontane Spendenauktion statt, und ich bin mehr als dankbar für jede*n Bieter*in. Besonderer Dank geht an Nachtkerzenschwärmer für ein tolles Gebot und die herrlich unkomplizierte und schnelle Abwicklung nach dem Ende der Aktion! Der NABU Harzvorland durfte sich über eine schöne Spende freuen, und Nachtkerzenschwärmer und ich können sicher sein, dass das Geld da ankommt, wo es benötigt wird – bei den Tieren, die unsere Hilfe benötigen.
Hier kommt noch die obligatorische Jahresbilanz (fürs Finanzamt, zum Mitlachen oder Mitweinen). Verkaufte Bücher: 29
Gelesene Kindle-Seiten: 1.432
Einnahmen: 432,78 Euro
Ausgaben: 1.045,10 Euro.
(Ich spare mir jetzt mal jeden Kommentar, aber in einem Veröffentlichungsjahr 29 Bücher (insgesamt!) zu verkaufen, füttert nicht gerade mein Ego.)
Meine gelesenen Bücher 2025 findet Ihr in dem Foto.

Ebenso wie meine am liebsten gehörte Musik. Besonderen Augenmerk bitte ich auf Rise to the Sky zu legen. Sergio erlaubte mir, seine Musik für den (echt gelungenen) Release-Trailer für DER LETZTE GUTE TAG zu verwenden. Ich liebe seine Musik und schätze ihn als einen großartigen Künstler und Menschen.

Menschlich war das Jahr sehr herausfordernd. Kriege und KI lasse ich mal außen vor.
Mit Besorgnis, Erschrecken und Ekel erlebe ich, wie die gesellschaftliche Entwicklung auch vor Menschen in meinem näheren Umfeld nicht haltmacht. Die Entwicklung, dass man laut gegen alles sein darf, was anders aussieht und nicht im dorfeigenen Geburtsstall auf die Welt gekommen ist. Die Entwicklung, dass man den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten keinen Glauben schenkt, sehr wohl aber alles für bare Münze nimmt, was ein Typ ohne Qualifikation auf Youtube verbreitet. Der Entwicklung, dass sie es nicht erwarten können, den etablierten Politikern und Institutionen zu zeigen, wo Barthel den Most holt. (Um nur einiges zu nennen; Ihr könnt die Liste bestimmt fortführen.) Das wäre alles eigentlich gar nicht schlimm (denn es sind Meinungen und Menschen haben Meinungen, so what) … wenn da nicht die Art wäre, wie diese Menschen einem ihre Weisheit näherbringen wollen. Mit stierem Blick und lauter Stimme. Mit der Unfähigkeit zuzuhören, geschweige denn dem Willen zur Unterhaltung und Diskussion. Wer nicht für sie ist, ist gegen sie. Dann bin ich wohl gegen sie.
Ich möchte jedenfalls nicht in deren Welt leben.
Ich möchte in einer Welt leben, in der
kein Mensch illegal ist;
jeder Mensch ein Recht auf das bestmögliche Leben hat;
niemand Angst haben muss, weil er ist, was und wie er ist;
Solidarität, Empathie und Verständnis die Grundtugenden sind;
unterschiedliche Ansichten, Meinungen und Erfahrungen uns nicht trennen, sondern den Horizont erweitern.
All das als Basis … dann bekommen wir die Probleme auch wieder mit Herz und Verstand in den Griff. (Ach ja, eine Welt, in der ganz, ganz viele Menschen Ian-Cushing-Bücher lesen, fände ich auch total dufte!)
In diesem Sinne … wünsche ich Euch ein gesundes Neues Jahr, und möge der letzte gute Tag noch lange auf sich warten lassen.
Ian.
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