
🦋Eine beunruhigend reale Dystopie, die in unserer Gegenwart beginnt🦋
Asche und Schmerz. Sie bedecken alles, dringen durch jeden noch so kleinen Spalt und nisten sich tief in der Seele der Überlebenden ein. Unter dem grauen Dunstschleier ohne Sonne vergeht das Leben langsam und die bedeutsamsten Entscheidungen bestehen aus bleiben oder weiterziehen.
In dieser postapokalyptischen Welt zieht der Drifter Josef von einem trostlosen Ort zum nächsten auf der Suche nach seiner verlorenen Frau. Mit seinen Gedanken tief in der Vergangenheit, im Kampf mit den alltäglichen Abgründen und weiteren menschgemachten Überraschungen nähert er sich langsam seinem letzten Ziel.
Diese Welt ist erschreckend real und benötigt keine Monster um zu ängstigen. Dazu reichen die überlebensnotwendigen Grausamkeiten, eine App der Bürgerverwaltung und die Stück für Stück offenbarten Vorgänge des Zusammenbruchs, die in unserer Gegenwart beginnen.
Die Hoffnung scheint hier wie ein psychotischer Schub voller verklärter Erinnerungen. Gleichzeitig zieht sich genau diese wie ein strahlendes Band durch die Geschichte und erzählt von Moral, Akzeptanz und Verantwortung in ausweglosen Zeiten. Manchmal erscheint sie mir persönlich etwas wundersam. Doch wo wären wir, wenn wir nicht hoffen und an Wunder und das Gute glauben würden.
Das Ende hat es dafür in sich.
Fazit: Eine eindringliche Gesellschaftskritik über die Konsequenzen und gleichzeitig den Wert unserer Handlungen. Denn über unsere eigenen Taten können wir entscheiden und manchmal machen sie den Unterschied.