09/2020 – GeDANKEn zur Skoutz-Shortlist 2020 [in eigener Sache]

[GeDANKEn]

Liebe SuPs!
Natürlich beschäftigt mich das Thema Skoutz-Award momentan sehr und ich muss einfach nochmal einige Gedanken dazu loswerden! In meinem Kopf summen die Gedanken wie ein Bienenstock und daher hoffe ich, alles Wichtige irgendwie nachvollziehbar auf Reihe zu bekommen.

Wisst Ihr … die Begriffe “Finale” oder “Shortlist” sind vieles. Sie sind eine Auszeichnung und eine echte Ehre für einen Hobbyschreiber wie mich! Es ist auch etwas, was man wohl irgendwie als “Erfolg” bezeichnen kann oder sogar muss. Ich habe relativ wenig zu dem Award gesagt und auch nicht übertrieben die Werbetrommel gerührt, weil ich Wettbewerbe an sich nicht mag (doch dazu später mehr). Ich hätte niemals geglaubt, mit den namenhaften Autoren der Midlist ansatzweise mithalten zu können und das wäre vollkommen okay gewesen, weil allein die Midlist ein Erfolg war, mit dem ich nie gerechnet hätte.

Aber wisst Ihr, was dabei noch viel wichtiger für mich ist?
Ihr, die Menschen dahinter.
Ich habe lediglich eine Geschichte geschrieben, aber Ihr habt gesagt:
Das Ding muss in den Award!
Das Ding muss auf die Midlist!
Das Ding muss auf die Shortlist!
Und Ihr habt Euch, nachdem Ihr mich eine Runde weitergetragen habt, mit mir und für mich gefreut und mir so viele liebe Worte und Unterstützung geschenkt, dass ich echt einen Kloß im Hals hatte und jetzt beim Schreiben des Beitrags wieder habe. (Ich habe mir bei Insta sogar ein Highlight-Album angelegt, damit sich diese Momente nicht auf ewig in den Weiten des Internets verlieren.)

Ich habe mich extrem über jede Reaktion gefreut, einerlei ob sie öffentlich oder in einer privaten Nachricht übermittelt wurde. Und natürlich freut man sich ganz besonders über positive Rückmeldungen von anderen Autoren und “Profis”, die einem dadurch zeigen, dass es kein Wettbewerb ist, bei dem man die Ellenbogen ausfährt und darum rangelt, der Beste zu sein.

In Zeiten, in denen man #miteinanderstattgegeneinander scheinbar zum Sonntagsthema machen muss, waren die letzten Tage das beste Beispiel für ein wundervolles Miteinander. Manchmal lag Respekt und Höflichkeit in der Luft und manchmal nicht weniger als Liebe und meistens etwas seelenflauschiges dazwischen. Und das ist der Grund, warum dieser Wettbewerb dank Euch allen zu einer großartigen Erfahrung für mich geworden ist.

Was ich eigentlich sagen will ist … Ich danke Euch aus tiefstem Herzen! Eure Stimmen kamen aus Eurem Herzen und aus Überzeugung, davon bin ich überzeugt und ich weiß gar nicht, wie ich das jemals wiedergutmachen kann. Doch ich weiß auch, dass Ihr es gern und freiwillig getan habt und Ihr dürft Euch sicher sein, dass ich Euch das nie vergessen werde und Ihr mich sehr berührt habt.
Egal, wohin die Reise jetzt geht: Hinter den bekannten Autoren Dominik A. Meier oder André Wegmann (in alphabetischer Reihenfolge, gern auch umgekehrt) zu landen, ist auf meinem noch recht jungen Weg als Autor ein absoluter Meilenstein und ein Erfolg, den ich mir nie erträumt hätte. Und Ihr habt das möglich gemacht.

Damit ich dieses Ereignis etwas feiern kann, werde ich in den nächsten Tagen eine kleine Aktion starten, die sich vornehmlich an diejenigen richten wird, die meine Babsi noch nicht kennengelernt haben, und ich würde mich unendlich freuen, wenn Ihr mich bei der Verbreitung der Aktion unterstützt.

Habt unendlich vielen Dank für alles, was Ihr für mich getan, und dass Ihr diesen Text bis zum Ende durchgehalten habt! Ich musste das alles mal loswerden, weil ich sonst geplatzt wär. Das hätte einen fetten Regenbogen über Pfuhlenbeck gegeben …

In diesem Sinne … Ihr seid die Besten! Ian.

08/2020 – Behind the Scenes – »Absorption« [in eigener Sache]

Einstiegsplauderei

Bereits an dem Tag, an dem ich “In Ewigkeit” veröffentlicht hatte (11.03.2018), schrieb ich die erste “Kurze” (wie ich meine Kurzgeschichten nenne) mit dem Wunsch, sie irgendwann in einem eigenen Kurzgeschichtenband zu veröffentlichen. Das war also nach “Fünf Minuten” und “In Ewigkeit”, aber noch vor “Die Träne der Zauberschen”. Und seit dem Moment habe ich, auch neben der Zauberschen, immer wieder Kurze geschrieben. “Der Erlöser” ist ebenfalls mitten in der Überarbeitungsendphase der Zauberschen entstanden und viele andere Geschichten auch.
Und doch ist es wieder alles ein wenig anders.
Wenn ein Autor, eine Band, ein Filmemacher oder Schauspieler nicht berechenbar ist, schätze ich das als Leser, Hörer und Zuschauer sehr.
Natürlich birgt das als Autor ein gewisses Risiko, denn der Leser weiß nie 100%ig, was er bekommen wird. Sucht jemand Beständigkeit, hört er AC/DC oder liest Fitzek … aber ich will gar nicht AC/DC (ich liebe AC/DC!) oder Fitzek sein (den Kontostand mal ausgenommen). Das Schreiben steuert sich bei mir immer aus dem Inneren heraus und das ist mal nachdenklich, mal wütend und mal albern und so werden halt die Geschichten.

Die in der “Absorption” enthaltenen Geschichten waren nicht geplant, sie sind geschehen. Das eigene Buch mit Abstand zu betrachten, ist für mich unmöglich. Zu tief steckt man in den Geschichten und die Geschichten in einem selbst und ich hoffe sehr, dass Ihr mir bei dem einen oder anderen Gedanken folgen werdet. Ich glaube schon, dass die Kurzgeschichten sowohl den Leser von “In Ewigkeit” als auch “Die Träne der Zauberschen” interessieren können und gleichzeitig auch ganz andere Richtungen einschlagen.

Der Titel, der Inhalt

Das Cover stammt erneut von Karmazid und genau wie der Buchtitel “Absorption” bezieht es sich nicht auf eine einzelne Geschichte, sondern auf das Mysterium des Schreibens und der Kreativität an sich.

Ideen, Inspirationen und Gedanken, die sich aus dem unendlichen Kosmos herauslösen, um auf den Schreiber hinabzusinken, in sein Zentrum vorzudringen, absorbiert zu werden, ihn zu absorbieren.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie das funktionieren kann und frage mich manchmal, ob da nicht etwas Größeres hinterstecken mag. Und gleichzeitig möchte ich es überhaupt nicht wissen, denn diese Magie, die ich manches Mal beim Schreiben erleben darf, möchte ich viel lieber mit der Naivität eines kleinen Kindes in mich aufsaugen, anstatt sie zu analysieren und zu zerlegen. Ausnahmsweise triumphiert hier das Herz über den Verstand und solange das Schreiben auf diese Weise für mich funktioniert, ist alles gut.

“Absorption” enthält 13 Geschichten. Die ältesten Geschichten des Buches (“Gesichter in der Menge” und “Prosit Neujahr!”) habe ich bereits vor einigen Jahren geschrieben. Nur für mich und eine Handvoll Menschen (hat sich also eigentlich nichts geändert, hahaha!). Aber ich mag sie noch und habe (zumindest) “Gesichter in der Menge” ziemlich unverändert übernommen. “Prosit Neujahr!” hingegen spielte schon mit Hank, dem Protagonisten aus “Der Erlöser”, ohne dass ich wusste, dass er irgendwann zu meinem Alter Ego werden sollte. Nachdem ich nun einige andere Geschichten geschrieben hatte, wurde die Geschichte überarbeitet und dem Status Quo angepasst, ohne die Grundidee oder die Perspektive zu ändern.

Es ist unmöglich – und wäre den Geschichten gegenüber äußerst respektlos -, wenn ich behaupten würde, ich hätte eine Lieblingsgeschichte in der Anthologie. Ich finde mich in allen Geschichten wieder und je nach Stimmung liebe ich in dem einen Moment eine vielleicht mehr als eine andere. Aber ich liebe sie alle.
Ich bin sehr gespannt, wie die unterschiedlichen Geschichten von Euch aufgenommen werden, weil das Buch doch ein recht breites Spektrum bietet. So vielfältig ein Mensch ist, ist auch diese Sammlung ausgefallen, denke ich. Humorvoll, düster, spannend, romantisch, aber hoffentlich immer unterhaltsam und immer entstammen sie derselben Quelle. Mir.

Ich habe mir erlaubt, zu jeder Story spontane Gedanken, die ich nach der Korrektur hatte, aufzuschreiben und ins Buch aufzunehmen. Sicherlich habe ich nicht alles aufgeschrieben, was es zu der Geschichte zu sagen gibt, aber wer noch etwas wissen will, fragt mich einfach!

Ich weiß wohl, dass es als Leser unmöglich ist, jeder Kurzgeschichte eines Autoren etwas abzugewinnen, aber mein größter Wunsch ist, dass Ihr die eine oder andere Geschichte absorbiert oder Euch von ihr absorbieren lasst und darüber hinaus einige Stunden gute Unterhaltung genießen könnt.

Das Cover, die Illustrationen

Es war wieder eine große Freude und Ehre, als Karmazid auf meine Anfrage, ob er Zeit und Lust hätte, das Cover für mein neues Buch zu zeichnen, mit “Ja” antwortete. Er zählt (bekanntermaßen) zu meinen Lieblingskünstlern und mit einem solch kreativen Geist zusammenarbeiten zu dürfen, ist jedes Mal wieder ein Traum für mich. Und wenn in einer Unterhaltung der Satz fällt: “Ich arbeite gern an deinen Projekten …”, könnt Ihr Euch sicherlich vorstellen, wie ich mich da gefühlt habe.

Diesmal haben wir sicherlich die Messlatte noch höher gelegt als sonst, denn sehr spontan und kurz vor der ursprünglichen Deadline schlug Karmazid vor, dass man eine Zeichnung oder ein Symbol für jede Geschichte anfertigen könnte, die den Kern erfasst. Da mir diese Idee selbst schon sehr früh gekommen war (ich ihm die Idee aber aus verschiedenen Gründen nicht unterbreitet hatte), lag die Liste natürlich sofort griffbereit.

Einige Ideen habe ich ihm etwas genauer beschrieben (und sogar selbst eine unterirdische “Zeichnung” angefertigt, weil ich die Idee nur schwer erklären konnte, sie mir aber unheimlich wichtig war), aber mit vielen anderen Illustrationen hat er mich sehr überrascht, denn ohne die Geschichten im Detail zu kennen, hat er manches mal so exakt ins Schwarze getroffen, dass ich fester denn je davon überzeugt bin, mit ihm auf einer ähnlichen Wellenlänge zu liegen (was mich eindeutig mehr ehrt als mir zusteht).

Wir haben viel hin und hergeschrieben, Ideen getauscht und besondere Momente waren immer für mich, wenn ich etwas vorschlug und er ohne künstlerische Eitelkeit darauf einging. Ich kann meine Gedanken zwar aufschreiben und ihm mit auf den Weg geben, aber was er letztendlich aus meinen Vorschlägen entstehen lässt, ist für mich persönlich immer wieder eine Überraschung und nicht weniger als atemberaubend schön. Er erschafft aus der Vision des Autoren seine eigene Version und fügt immer etwas hinzu, was mich staunen und strahlen lässt.

Manche Zeichnungen haben für mich persönlich eine ganz besondere Kraft. Bereits sein Unendlichkeitssymbol für “In Ewigkeit” ist weit mehr als eine Zeichnung für ein Buchcover. Es ist, wie ich das Leben sehe. Ein ewiger Kreislauf zwischen guten und schlechten Zeiten im Großen wie im Kleinen.
Und auch die Zeichnung zu der Geschichte “Zuckerperlen” könnte ich ohne nachzudenken als Lebensmotto verwenden, denn die Aussage der Geschichte und der Zeichnung sind tief in mir verwurzelt und wurden letztendlich auf wunderschöne Art und Weise visualisiert.
Ich bin mit dem gesamten Artwork unglaublich glücklich und freue mich aufrichtig, dass es auch die ersten Reaktionen von Euch gibt, die mir zeigen, dass ich damit nicht allein bin.

Daher nutze ich hier und jetzt die Gelegenheit und sage nochmals:
Danke, Karmazid! Ohne deine Kunst wäre keines meiner Bücher wirklich vollständig.

#miteinanderstattgegeneinander
#selfpublisherhaltenzusammen

Ihr könnt mittlerweile das eBook lesen oder das Taschenbuch (mit Goodies und auf Wunsch mit Signatur) bei mir ordern oder bei epubli oder Amazon oder allen anderen Buchhändlern shoppen gehen.
Oder aber Ihr spaziert in Die Wortfiliale! Ja! Ich bin seit dem 17.07.2020 stolzes Mitglied der Wortfiliale! Die Wortfiliale ist eine Onlinebuchhandlung, die sich ausschließlich um Selfpublisher und Klein(st)verlage kümmert! Der Ein-Mann-Betrieb ist ein tolles, kleines Unternehmen, welches sich zu unterstützen lohnt! Ich finde die Idee der Wortfiliale einfach großartig und werde sicherlich öfter darauf hinweisen! Als Autor kann ich meinen Kollegen nur zurufen: Florian kümmert sich erstklassig um Euch! Überlegt, ob Ihr nicht auch ein Teil dieser Gemeinschaft werdet und wir der Welt ein möglichst umfassendes Beispiel liefern, wozu wir fähig sind!

Unsere Einstellung zum Thema “Selfpublisher” ist sich sehr ähnlich, denn ich selbst habe in meinem Buch einige Seiten reserviert, und darüber hinaus einen 14seitigen Flyer designed und drucken lassen, in dem ich mich vor einigen Selfpublishern und Kleinverlagen verneige und sie Euch empfehlen möchte. Es war mir ein Bedürfnis und ein großer Spaß, an dem Flyer zu arbeiten, denn die Bücher der Kolleginnen und Kollegen haben mich allesamt sehr berührt. Leider sind nicht alle Autoren und Bücher vertreten, die ich bisher gelesen habe, aber diesen Makel werde ich versuchen, beim nächsten Mal auszumerzen. Versprochen! Ich finde jedenfalls die Idee des #miteinanderstattgegeneinander sehr schön, auch wenn bekannt ist, dass Solidarität unter den Menschen nicht immer ausreichend vorhanden ist.

Ich möchte ein Zeichen setzen. Daher habe ich einen neuen Hashtag erfunden: #selfpublisherhaltenzusammen. Ich möchte mehr mit anderen Autoren gemeinsam auf die Beine stellen, anstatt die (idiotische) Sorge anderer zu teilen, dass wir uns gegenseitig etwas wegnehmen oder (noch schlimmer) zu denken, jemand sei etwas besseres oder wichtiger als der andere.
Ich würde mich sehr freuen, wenn dieser Hashtag sich irgendwann etabliert und Ihr ihn nutzt, wenn Ihr aus Sympathie und Überzeugung über andere SP-Autoren und Bücher sprecht! Er soll positiv aufgeladen werden und nicht gedankenlos benutzt werden. Und schon gar nicht soll er benutzt werden, wenn man nicht mit dem Herzen dahintersteht. Ich werde auch nicht jeden Autoren oder jedes SP-Buch der Welt mit diesem Hashtag adeln; ich bin ja nicht Jesus oder Ghandi.
Aber ich spreche gern über die Dinge, die mich begeistern, denn vielleicht können diese Dinge auch anderen Menschen etwas bedeuten!
In diesem Sinne: United we stand – divided we fall!

Wohin geht’s?

Steckt man mitten in einem Veröffentlichungsprozess, ist unglaublich viel zu tun und vorzubereiten und zu planen. Da habe ich total versäumt, anzuhalten und mir über Wünsche und Hoffnungen Gedanken zu machen! Nachdem ich auf den “Jetzt-veröffentlichen-Knopf” gedrückt hatte, saß ich bei einem Bier auf dem Balkon und meine Frau fragte: “Bist du jetzt aufgeregt?”

Ich war aber einfach nur leer.
Das ist so, wenn man etwas fertiggestellt hat. Zumindest ist es bei mir so. Eine Leere, in die sich aber jetzt so langsam die Aufregung mischt. Ich bin gespannt, wie die Geschichten angenommen und verstanden werden. Ob es mir gelungen ist, sie unterhaltsam zu schreiben. Ob ich dem Anspruch, den jede Geschichte an mich gerichtet hat, gerecht geworden bin.

Ich habe auch den Unterschied zwischen dem Akt der Veröffentlichung von “Absorption” und “Die Träne der Zauberschen” erkannt.
Meine Zaubersche war der Versuch, einen “echten” Roman zu schreiben. Einen Roman, den Horror/Grusel-Fans direkt neben anderen Büchern des Genres lesen können und ich wollte sehen, ob ich es kann. Da gelten ganz andere Hoffnungen und Ansätze, denn die Geschichte muss über die gesamte Distanz von 460 Seiten stimmig, durchdacht und spannend sein. Das ist eine gänzlich andere Herausforderung.

Wer allerdings glaubt, dass die Kurzen weniger arbeitsintensiv sind als eine lange Geschichte …
Nein. Das kam mir nicht so vor. Immer wieder bin ich in die Gedanken und Stimmungen eingetaucht und besonders spannend waren die Momente, in denen ich die Storys zum ersten Mal seit Jahren gelesen habe. Manchmal war es zu meiner Zufriedenheit, und manchmal musste ich ein wenig nachjustieren, weil sich in der Zeitspanne zwischen dem Schreiben und des erneuten Lesens doch wieder ein anderer Blickwinkel in mein Leben geschlichen hatte.

“Absorption” geht bisweilen den Weg der Zauberschen weiter, blickt aber auch zurück in die Ewigkeit. Ist oftmals mehr Gedanke als Geschichte, auch wenn ich denke, dass mir eine interessante Mischung gelungen sein könnte. (Auch in der Zauberschen ist sehr viel von mir enthalten; viel mehr, als man als Leser ahnen kann.)
Wer mich kennt, weiß, dass ich stets weit entfernt von “zufrieden” bin, hahaha. Aber wenn ich meine Bücher nebeneinander betrachte, sehe und verstehe ich mich selbst ein wenig mehr. Und somit, und da “Absorption” nun veröffentlicht ist, kann ich als Autor sagen: “Ja, das bin ich. Das ist mein “Werk”. Für mich ist es stimmig, denn das bin alles Ich.”

Natürlich wünsche ich mir, dass Ihr diesem Ich etwas abgewinnen könnt. Denn auch wenn man seine Kreativität vor allem für sich selbst ausleben sollte, waren Eure Reaktionen, Gespräche und Diskussionen stets bereichernd, beflügelnd und für mich wertvoller, als Ihr Euch vorstellen könnt.

Zu Anfang habe ich beschrieben, dass ich direkt nach “In Ewigkeit” den Wunsch entwickelte, eine Anthologie zu veröffentlichen. Dann kam die Idee zu “Die Träne der Zauberschen” und ich hatte plötzlich einen Plan:

“In Ewigkeit” war ein Buch, welches geschrieben werden musste.
“Die Träne der Zauberschen” war ein Buch, das ich schreiben wollte.
“Absorption” erfüllt mir jetzt den Wunsch nach einer Mischung aus beidem.

Für mich fühlt es sich tatsächlich so an, als hätte ich eine Etappe beendet.
Aber habt keine Angst / macht Euch keine Hoffung! Das war die erste Etappe!
Ich habe Ideen für mindestens vier Bücher und weitere Geschichten und solange mich das Schreiben glücklich macht, werde ich weiter machen. Auf welche Art auch immer. Vermutlich wird sich in der nahen Zukunft einiges ändern, aber darüber werde ich mir selbst noch klar werden müssen.

Ich hoffe, die wundervollen Leser, Blogger und Freunde bleiben an meiner Seite und gehen mit mir diesen Weg, wohin er uns auch führen mag.
Ich hoffe, die Leser, Blogger und Freunde, die einen anderen Weg einschlagen, gehen ohne Groll.
Ich hoffe, ich werde neue Leser, Blogger und Freunde mit meinen Büchern finden und ihnen eine gute Zeit und bestenfalls gute Gedanken schenken.

Ich danke Euch allen von Herzen, aber nun lasst Euch endlich von meinen Kurzen absorbieren! Ich freu mich auf Eure aufrichtigen Reaktionen, sei es Lob oder Kritik!

Liebste Grüße!
Ian.

07/2020 – Zu Besuch bei … (Skoutz)

Skoutz – Homepage
Skoutz – Facebook
Skoutz – Instagram

Die zauberhafte Martina vom Skoutz-Award hat mich letztens in Pfuhlenbeck besucht! Was für ein dufter Tag! Nach einem Käffchen zum Kennenlernen habe ich ihr die Schauplätze meiner Geschichten gezeigt und wir haben ordentlich geschnackt. Dabei ist dieses tolle Interview entstanden.
Danke an den Skoutz-Award und Martina für ihren Support! Es war mir eine unglaubliche Freude!

Zu Besuch bei Ian Cushing, der nach Dinosauriern für den Weltfrieden verlangt …

Um Ian Cushing zu treffen, muss ich mit dem Skoutz-Kauz nicht nach Baltimore reisen, wo der Autor vor einigen Jahren geboren wurde, sondern ins schöne Südniedersachsen. Ich bin schon sehr gespannt, was mich bei ihm alles erwarten wird. Um meine Neugier ein wenig zu stillen und mich auf das Interview vorzubereiten, habe ich natürlich schon mal ein bisschen recherchiert. Dabei habe ich herausgefunden, dass er einen ziemlich erlesenen Lesegeschmack hat. Neben Stephen King zählen auch Edgar Allan Poe, H.P. Lovecraft, Sir Arthur Conan Doyle, Charles Bukowski, aber auch Hermann Hesse, Albert Camus oder Jean-Paul Sartre zu seinen Lieblingsautoren. Mal sehen, welche Details ich ihm mit meinen Fragen noch so entlocken kann …

Wie würdest du dich in einem Wort beschreiben?

Verzeiht, aber das ist unmöglich für mich.

Ach, da gibt es doch nichts zu verzeihen. Im Gegenteil, ich bin neugierig, was du mir stattdessen antwortest. Also, wie würdest du dich beschreiben?
Ohne Wortanzahlbegrenzung

Je nach Tagesform und Stimmung könnte hier jetzt stehen: knuddelig, angefressen, nachdenklich, blödsinnig, feige, mutig, hungrig, satt, überfordert, unterfordert, lustig, traurig.
Sucht euch einfach was aus, was gerade zu euch passt. Verdammt, bereits an der ersten Aufgabe gescheitert … wo soll das noch hinführen?

Ich glaube, es wird ziemlich interessant. Außerdem ist das hier doch kein Test!

Beruf oder Berufung – was macht dir an deinem Job als Autor am meisten Spaß? 

Am meisten Spaß macht mir natürlich das Schreiben an sich und wenn aus einer fixen Idee eine Geschichte entsteht. Das Eintauchen in die selbsterfundene Welt, in die Köpfe und Seelen der Figuren und das Spazieren durch den Welten, die man erfindet, hat durchaus etwas von Magie für mich.

Das klingt, so schön du das auch formuliert hast, nach einem Aber …

Aber leider macht dieser wundervolle kreative Prozess nur einen kleinen Teil des Hobbys aus. 

Wohl wahr …

Wann hast du dein erstes Buch veröffentlicht und wie lange hast du daran geschrieben?

Das erste Buch “Fünf Minuten” habe ich im Juni 2017 veröffentlicht.

Wie lange hast du dafür gebraucht?

Es war das Tagebuch eines namenlosen Protagonisten, und ich kann nicht mehr sagen, wie lange ich daran geschrieben habe. Aber ich weiß, dass es sich quasi von selbst erzählt hat und in einer sehr kurzen Zeit entstanden ist. 

Klingt, als hätte die Story zu Papier gebracht werden wollen …

Ich möchte noch anmerken, dass “Fünf Minuten” später ein wichtiger Bestandteil von “In Ewigkeit” wurde, darin enthalten und somit nicht mehr separat erhältlich ist.

Wie läuft ein typischer Tag als Autor bei dir ab?

Ich bin wohl die Routine  – aka Langeweile – in Person. Unter der Woche gehe ich nach der Arbeit meist noch ein, zwei Stunden schreiben oder was auch immer so anfällt. An den Wochenenden geht es nach dem Frühstück in mein Schreibzimmer und ich versuche, tagsüber zu schreiben wie es die Tagesform zulässt. 

Und dann schreibst du konzentriert drauflos?

Nicht unbedingt. Oft sind es aber auch andere Aufgaben, wie Layouten, Planen, Recherchieren, aber auch die soziale Kontaktpflege oder niedliche Tiervideos, mit denen ich diese Stunden fülle, denn ich gehöre (leider) zu denen, die nicht auf Knopfdruck schreiben können. 

*grins* Ich muss gestehen, ich hätte nicht erwartet, dass du zur Fraktion Niedliche-Katzenvideo-Prokrastinierer gehörst … Sehr charmant …

Das Jahr 2020 stellt uns alle vor neue Herausforderungen. Wie sehr beeinflusst Corona deinen Schreiballtag?

Das ist recht einfach zu beantworten: Corona beeinflusst meinen Schreiballtag kaum.

Kaum ist relativ. Kannst du mir das ein wenig genauer ausführen?

Lediglich die Kontaktbeschränkungen sorgen dafür, dass ich am Wochenende noch mehr Zeit habe zu schreiben, da die anderen Aktivitäten momentan wegfallen. 

Oder Tiervideos zu schauen … Entschuldige, das war gemein … Bitte erzähl weiter …

Geändert hat sich für mich als Autor schlicht und ergreifend gar nichts. Ich wäre z.B. nicht auf den Buchmessen präsent gewesen, die leider abgesagt werden mussten, und daher auch nur indirekt betroffen. Aber vielleicht hat ja der eine oder die andere in der Zeit mein Buch gehamstert und strenggenommen wäre das ja sogar ein positiver Effekt. 

Kreativ oder doch eher regeltreu? Wie flexibel bist du beim Schreiben? 

Wenn “regeltreu” bedeutet, dass wir den Ratgeber “Wie schreibe ich einen Bestseller, der allen gefällt” lesen und dann ganz “kreativ” loslegen, möchte ich als Autor nichts damit zu tun haben. “Regeltreu” finde ich in den Bestsellerlisten genug und das ist auch gut so. 

Und was trifft auf dich zu?

Als ich angefangen habe zu schreiben, war nicht mein Ziel, als Autor Regeln zu befolgen und “den Markt” zu bedienen. Natürlich gibt es allgemeingültige Regeln, die man auf ganz natürliche Weise befolgt, aber die sollten niemals die Kreativität und die Umsetzung der Geschichten beeinflussen. 

Ich möchte nicht, dass die Antwort missverstanden wird oder überheblich klingt, denn es ist wirklich schwer, ein gutes Buch (was immer das für jeden einzelnen Leser bedeutet) zu schreiben, aber die intensivsten Leseerlebnisse habe ich, wenn die Autoren mit Regeln und Konventionen brechen, sich ausleben, ihre Gedanken, Fantasien und Emotionen tanzen lassen. Oder ganz einfach: anders sind. Oder noch besser: sie selbst sind.

Da stimme ich dir absolut zu und viele große Klassiker sind nur solche geworden, eben weil sie auch mal mit den Regeln gebrochen haben. Wie sieht es mit der Flexibilität aus?

Flexibel muss ein Autor eindeutig sein, denn jede Geschichte fordert ihn heraus. Sie verlangt von ihm, in einem bestimmten Stil und Ton und aus einer bestimmten Perspektive erzählt zu werden und darauf muss man sich einlassen, sonst verschwindet sie wieder. 

Welches war dein erstes selbstgelesenes Buch? Und hast du es heute noch?

Früher habe ich sehr viel gelesen (wir hatten ja sonst nichts!), …

*schmunzel*

… aber an das erste Buch kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern. Dennoch gibt es ein sehr wichtiges Buch für mich, welches mich in der Kindheit sehr geprägt hat.

Verrätst du mir, welches?

Es war ein Band von Wilhelm Busch, in dem natürlich seine bekannten Bildergeschichten, aber auch Texte zu finden waren. Selbstverständlich ergötzte ich mich als kleiner Steppke ausschließlich an den Bildergeschichten. 

Steht das Buch heute noch in deinem Regal?

Das Buch gehörte meinen Großeltern und ich schmökerte immer darin, wenn ich bei ihnen war. Lange Zeit später habe ich meine Oma nach dem Buch gefragt, aber sie vermutete, dass es vor Jahren bei einem Hochwasser zerstört worden wäre, da sie es seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hatte. Umso größer war meine Freude, als sie mir eines Tages freudestrahlend dieses Buch geschenkt hat, weil es eben nicht im Hochwasser abhandengekommen war, sondern sich auf dem Dachboden versteckt hatte. Kluges Buch! 

Stell dir vor, du könntest eine beliebige Figur aus einem Buch zum Essen treffen. Was würde passieren? 

Ich würde Harry Haller zum Essen einladen.

“Der Steppenwolf” von Hermann Hesse also. Was würdest du mit ihm erleben wollen?

Vermutlich kehren wir im Restaurant Zum Schwarzen Adler ein und würden bei gutem Essen, Bier und Wein über das Menschsein sprechen. Mich interessiert, wie es ihm danach ergangen ist; ob die Lektion nachhaltig war; wie er jetzt mit dem Leben zurechtkommt und was er mir für weitere Ratschläge geben würde. 

Klingt spannend …

Mit ein wenig Glück nimmt er mich vielleicht sogar zum Abschluss des Tages in das Magische Theater mit. Der Eintritt ist nicht für jedermann, sondern nur für Verrückte und kostet den Verstand. Voraussetzungen, die ich erfülle und ein Preis, den ich bereit bin zu zahlen. 

Auf welche Frage hattest du in letzter Zeit keine Antwort und hast du sie finden können?

Neue Erkenntnisse haben mich in letzter Zeit eigentlich nicht ereilt, aber ich muss mir manche Dinge immer wieder bewusstmachen. 

Zum Beispiel?

Wenn man so viel Glück mit seinem Hobby hat wie ich, verändert sich der Fokus ganz unweigerlich, und man muss ab und zu anhalten, um den inneren Kompass neu zu justieren. Warum schreibe ich? Wer bin ich? Wo will ich hin? Für wen schreibe ich und wie gesund ist es, wenn ich mir über eventuelle Erwartungen anderer Gedanken mache? 

Und?

Ich muss mir die (durchaus bekannten) Antworten auf diese Fragen alle paar Monate wieder selbst geben, weil sie durch das Drumherum manchmal verschüttet werden. 

Ist das nicht bei vielen klugen Antworten so?
Dass man sie sich immer wieder neu erdenken muss?

Wie oft schaust du täglich auf dein Handy?

Viel zu oft.

Das ist immer relativ. Was heißt das genau?

Dieses Ding ist an meiner Hand scheinbar festgewachsen. Ich versuche es tatsächlich momentan zu reduzieren, aber dieses kleine Gerät hat das Leben so kompakt gemacht, dass ich gar nicht mehr ohne kann. Ich bemühe mich, die Abstände größer werden zu lassen, um die Sucht und den Informationsoverkill in den Griff zu bekommen.

Was darf in deinem Kühlschrank niemals fehlen?

Mein allabendlicher Joghurt oder Schokopudding, der mir die gemütlichen Stunden auf der Couch versüßt.

Oh, das klingt ja fast nach einem festen Ritual. Gibt es noch etwas, das nicht fehlen sollte?

Es kann auch nicht schaden, wenn man stets ein kühles Bier griffbereit hat. 

Für welche drei Dinge in deinem Leben bist du am dankbarsten?

Für meine Frau, Familie und Freunde.

Ich bin sehr dankbar, dass Karmazid sich immer wieder bereit erklärt, für die Cover meiner Bücher den Stift zu schwingen. Durch seine Kunst werden meine Visionen erst vervollständigt. 

Und zu guter Letzt natürlich, dass ich den Mut hatte, mit meinen Büchern an die Öffentlichkeit zu gehen und durch die Leser, Blogger und Kollegen so viel positives Feedback erfahren durfte. 

Zeitreisen – ein spannendes Mysterium. Bei welchem historischen Ereignis wärst du gern dabei gewesen und warum?

Ganz spontan würde ich sagen: Beamt mich nach San Francisco und lasst mich dort am 07. März 1967 landen.

Ein präzises Datum. Jetzt bin ich natürlich neugierig, was du dort erleben möchtest …

Dann pilgere ich in den Club The Matrix und schau mir die drei Shows von The Doors an. Sie hatten im Januar des Jahres ihre erste Single (“Break on through”) veröffentlicht und der Durchbruch war noch nicht geschafft. Aber sie waren so unglaublich gut … wild, frei, poetisch und virtuos. Eine geniale Band. 

Absolut …

Sollte eure Zeitmaschine nach der Landung defekt sein, wäre ich nicht allzu traurig, denn die Band spielte einige Tage in Folge in in dem Ort und ich denke, ich könnte es eine Woche lang in San Francisco bei Milchshakes und Burgern und aufregender Musik ziemlich gut aushalten. 

Joa. Nachdem du offenbar Doors-Experte bist, passt die nächste Frage ja perfekt …

Über welches Thema könntest du eine 30-minütige Präsentation halten, ohne jede Vorbereitung?

Also, ich kann aus dem Stegreif eine 90-minütige Präsentation über The Doors halten, ohne mich vorbereiten zu müssen.

Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit mitgebracht … 

60 Minuten fülle ich ohne Probleme mit Einblicken, Hintergründen und Anekdoten aus dem Selfpublishing und wie es wirklich ist, wenn man auf eigene Faust ein Buch veröffentlicht. Natürlich ist dieser Vortrag rein subjektiv und persönlich und dürfte eine tragikomische Veranstaltung werden.

Und wenn du dich wirklich auf eine halbe Stunde beschränken musst? 

Den gewünschten 30-minütigen Monolog halte ich über Dino Buzzati und warum ich denke, dass er ein vollkommen unterbewerteter Autor zu sein scheint. Das 10-minütige, emotionale Schlussplädoyer wird sich ausschließlich mit dem Aufruf beschäftigen, dass sich endlich mal ein Verlag um das Gesamtwerk des Autors kümmern sollte.

 Wir buchen dich mal für einen Workshop! Das klingt unterhaltsam.

Was würdest du rückwirkend ändern, wenn du die Möglichkeit dazu hättest?

Persönlich?

Ja.

Nichts! Alles, was in meinem Leben geschehen ist (ob gut oder schlecht), hat mich zu diesem Moment geführt, an dem ich für den Skoutz-Award ein Interview führen darf, Bücher veröffentlicht habe und veröffentlichen werde, Menschen gefunden habe, die mein Leben bereichern.

Oh, danke, wir fühlen uns geehrt *rot werd* Ich freue mich auch, mit dir plaudern zu dürfen.

Historisch gesehen? Ich hätte die Dinosaurier nicht aussterben lassen. Wäre doch spannend zu sehen, wie sich alles entwickelt hätte, wenn die Menschheit sich mit einer kräftigeren Spezies arrangieren müsste. Huch! Habe ich gerade eine Idee für eine Geschichte gehabt?

Vielleicht. Klingt aber echt spannend …

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Weiterhin so aufgeschlossene und ehrliche Leser, die meinen Weg zu einem gemeinsamen Weg verwandeln. Gesundheit. Mehr bunt und weniger grau.

Das wünsche ich dir auch. Vielen Dank, lieber Ian Cushing, dass du dir die Zeit genommen hast, mich zu treffen und all meine Fragen zu beantworten. Es war wirklich toll mit dir und ich würde mich freuen, wenn wir mal wieder so nett plaudern könnten. Deinem Roman wünsche ich für den weiteren Wettbewerb viel Erfolg.

06/2020 – Buchvorstellung beim Skoutz-Award / Midlist Horror 2020 (Skoutz)

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Weiß der Kauz, wie ich auf der Midlist der zehn feinsten Horrorperlen des Jahres 2019 gelandet bin, aber die Worte, die man für mein Buch gefunden hat, sind absolut schmeichelhaft und wundervoll. Ich bin wirklich sehr stolz, dass mein Buch so gut bei seinen Lesern ankommt!

Die Träne der Zauberschen – Okkulter Horror von Ian Cushing

Horror-Spezialistin Mari März, hat sich unerschrocken den gut 2o0 Vorschlägen der Longlist Horror gestellt und aus den dunkelsten Ecken des Buchregals die 10 schrecklichsten, abgründigsten, furchterregendsten, düstersten und grausamsten Geschichten des letzten Jahres für den Horror-Skoutz herausgeholt, um sie in die Midlist Horror 2020 zu packen.
Die Träne der Zauberschen von Ian Cushing spielt mit den leisen Tönen, arbeitet mit Gänsehaut statt Adrenalinschocks und bezaubert damit doch … Wir empfinden das im August 2019 von Autor Ian Cushing selbst über epubli herausgegebenen Buch jedenfalls als Bereicherung der diesjährigen Anwärter auf den Horror-Skoutz.

Wir erklären euch natürlich auch, warum:

Die Träne der Zauberschen – Poetisch okkulter Horror von Ian Cushing

Alte Schuld und neue Rache – dieses Thema eignet sich stets für Horrorromane. Kein Wunder, werden damit auch spannende ethische Fragen aufgeworfen. Diese historische Komponente, die Grausamkeit alter Zeiten, die unserer weichgebetteten Wohlstandskultur natürlich wie Horror erscheinen, bereichert das Genre.

Die Träne der Zauberschen ist ein wundervolles Beispiel dafür, wie kreativ damit umgegangen werden kann. Der Grusel dabei, die kleine Schwester des Horrors, ist ein wirkliches Leseerlebnis.

Um was geht’s in Die Träne der Zauberschen?

Ein unheimliches Ereignis verändert das Leben der drei Freunde Dirk, Jan und Marcus von einer Nacht auf die andere. Eine geisterhafte Gestalt droht ihnen grausame Rache für ein Verbrechen an, das vor vierhundert Jahren geschehen ist.
Sie entdecken ein schreckliches Geheimnis, welches ihre Familien seit Jahrhunderten verbindet und müssen erkennen, dass die Sünden der Vergangenheit bis in die Gegenwart überdauert haben.
Die Zeit der Rache ist gekommen!

Wie hat uns die Träne der Zauberschen gefallen?

Ein Prozess aus dem siebzehnten Jahrhundert wirft die Protagonisten von einem Moment auf den nächsten aus der Bahn. Auf zwei Zeitschienen erzählt Ian Cushing eine Geistergeschichte der besonderen Art und verbindet dabei historischen Grusel mit modernen Ängsten. Die Figuren sind absolut realistisch ausgearbeitet und überzeugen durch ihre Figurenlogik, die Schritt für Schritt in die Katastrophe führt. Der Prozess der untoten Barbara wird so geschildert, dass die Verzweiflung und die Ohnmacht des Opfers gegenüber einer besserwissenden Obrigkeit spürbar, mitfühlbar wird. Geradezu kafkaesk wirkt hier die Geschichte, die den zeitlosen Horror der Selbstgerechtigkeit entlarvt. Damit ist das Buch auch ungeahnt aktuell. Die Sprache ist mitreißend und führt den Leser von Spannungspunkt zu Spannungspunkt, ohne auf leise Töne und nachdenkliche Sequenzen zu verzichten. Am überzeugendsten ist jedoch der Schluss, der so überraschend wie logisch daherkommt und … ach was! Lest selbst!

Jury-Mitglied Mari März meint:
Melancholisch anders.
Sehr gut inszeniert, ästhetisch verstörend, hochwertig.

Wem verdanken wir Die Träne der Zauberschen?

Ian Cushing veröffentlichte nach seinem Debüt “Fünf Minuten” (2017) mit “In Ewigkeit” (2018) einen Nachfolger und diese Geschichten sind eng verwoben.
Im Jahr 2019 veröffentlichte er seinen ersten Roman: “Die Träne der Zauberschen”. 2020 wird seine Kurzgeschichte Der Erlöser in der Anthologie “Zombie Zone Germany: Der Beginn” im Amrûn Verlag veröffentlicht.
Zu seinen Lieblingsautoren zählt er Stephen King, Edgar Allan Poe, H.P. Lovecraft, Sir Arthur Conan Doyle, Charles Bukowski, aber auch Hermann Hesse, Albert Camus oder Jean-Paul Sartre.

Das klingt für uns, als hätten wir da einen neuen, sehr skoutzigen Autor entdeckt. Umso spannender wird unser Besuch bei ihm, von dem wir natürlich berichten werden.

03/2020 – Behind the Scenes – »Der Erlöser« [in eigener Sache]

Amrûn Verlag – Homepage
Amrûn Verlag – Facebook
Zombie Zone Germany – Facebook

Liebe Freunde und SuPs,
ich bin ja wirklich nicht für Spontanität berühmt und ständige Zweifel machen mir oft das Leben schwer. Aber ein Mal war ich entgegen meiner eigentlichen Natur tatsächlich sehr spontan … vielleicht sollte ich das viel öfter sein, wenn ich betrachte, was es mir beschert hat!

Meine kurze Geschichte »Der Erlöser« ist als eine von 19 Geschichten auserwählt worden, in der Anthologie Zombie Zone Germany: Der Beginn beim Amrûn-Verlag zu erscheinen! Wie verrückt ist das denn?!

Ich habe einfach große Lust, euch die Story hinter der Story zu erzählen (ich hätte es auch erzählt, wenn ich nicht auserwählt worden wäre), weil der gesamte Prozess etwas Besonderes für mich war, und ich lass euch ja gern an meinem jungen Autorenleben teilhaben.

Idee und Schreiben

In der Nacht zum 05.04.2019 hatte ich einen echt schrägen Albtraum. Ich weiß es so genau, weil ich mich am nächsten Morgen (oder war es noch in der Nacht?)
a) daran erinnern konnte und
b) ihn sofort in mein Handy getippt habe.

Ab dem 06.04.2019 war ich mit meiner Frau fünf Tage in einem Kloster. Nicht so ein Ora et Labora-Kloster, sondern eher ein nettes Zimmer in einer ehemaligen, wunderschönen Klosteranlage. Dort gab es einen wundervollen Park und das Wetter war schon äußerst frühsommerlich, sodass wir uns Decken und Liegestühle geschnappt und es uns an der frischen Luft bequem gemacht haben.
Bewaffnet mit allem, was man zum literarischen Lotterleben braucht (Getränke [Pils und Jacky-Cola], Kippen, Hagelzuckerkekse, meinem Laptop und einer Boombox), haben wir unser Lager aufgeschlagen. Das dürfte für einige Besucher des öffentlichen Parks sicherlich ein seltsames Bild abgegeben haben, wie ich mit dem Laptop auf dem Schoß vollkommen entspannt unter den Bäumen saß, während meine Boombox mit den Vögeln um die Wette musizierte.

Schreibatmosphäre deluxe!

Da mich die Überarbeitung meines Romans »Die Träne der Zauberschen« zu dem Zeitpunkt ganz dezent in den Wahnsinn getrieben hatte, habe ich einfach beschlossen, aus dem besagten Traum etwas zu basteln.
Ich saß also da im Grünen, hatte weder einen Plot, geschweige denn eine Idee (von der Traumsequenz mal abgesehen) und überhaupt keine Ahnung, was ich vorhatte und dann …

… stand der Protagonist aus »Der Erlöser« mit einem Mal neben meinem Liegestuhl und diktierte mir seine Geschichte. Er ist ein alter Bekannter von mir und hat mich schon mehrfach besucht. Anfangs wollte ich seine hochgradig unflätige Ausdrucksweise noch in schöne Worte kleiden, aber da hat er mir eine Nackenschelle verpasst und keine andere Wahl gelassen, als mich seinem Willen zu beugen. Don’t fuck with the Erlöser.

Nach kurzer Zeit (Zeitgefühl hatte ich nicht mehr, aber die Sonne schien mir immer noch auf den Kopf), hatte ich die ersten vier oder fünf Seiten geschrieben. Es war ein Rausch … ich musste über nichts nachdenken, die Ideen und Gedanken und alle Schlenker von A nach B und C und wieder zurück, flossen einfach so durch meine Finger. So etwas habe ich vorher noch nie erlebt! Der Anfang der Geschichte war einfach da und wollte aufgeschrieben werden.
Wer von euch selbst schreibt, kann hoffentlich nachvollziehen, was das für ein seltener, magischer Zustand ist!
Für alle anderen: Sehr oft überlegt der Herr Möchtegernautor tagelang, wie der Protagonist sein könnte und wie er spricht und was er tut und vor allem warum. Dann quält er sich und grübelt an jedem Satz herum. Unter Anstrengungen schafft man vielleicht eine oder maximal zwei Seiten (wenn es gut läuft) oder er starrt einige Stunden auf den hämisch blinkenden Cursor und tippt nicht einen einzigen Satz.
Aber an diesem Tag und an diesem Ort war aber alles anders! So ein Output war mir bisher nicht untergekommen und das Beste daran ist: Ich war (und bin immer noch) mit dem Text einfach nur glücklich und ich habe ihn seit dem nicht mehr groß verändert. Fast könnte man von einem one take sprechen.

Entgegen meiner sonstigen Arbeitsweise (totale Geheimhaltung und verschwörerisches Getue) habe ich meine Frau genötigt, sich die ersten Seiten anzuhören und las sie ihr vor. Als ich fertig war, hat sie mich gefragt, wann ich das alles geschrieben hätte und ich sagte: »Grad eben.« Ihr durchaus als irritiert und dezent verständnislos zu bezeichnender Blick verriet mir, dass ich auf dem richtigen Weg war und habe danach noch ein, zwei weitere Seiten geschrieben! Rausch, Baby, Rausch!

Insgesamt war ich an drei Kloster-Nachmittagen mit der Story beschäftigt und hatte bei der Abreise fast die vollständige Geschichte fertig. Einfach so.
So viel zur Magie des Schreibens, die einen manchmal überwältigt.
Hach, ich denke so gern daran zurück, denn es lag eine ganz bestimmte Stimmung in der Luft.

Komplettierung, Testlauf und weg damit

Zu Hause habe ich den Schwank vervollständigt und liegen lassen, bis eines Samstags meine besten Freunde zu Besuch kamen und ich, dank entspannungsfördernder Getränke, seltsamerweise erneut der Meinung war, jemand mit einer Lesung der Geschichte beglücken zu müssen (ihr ahnt schon … das ist nichts, was ich normalerweise machen würde …).
Ihre positive Reaktion (was sollen die besten Freunde auch sonst sagen, wenn sie denn Ambitionen haben, beste Freunde bleiben zu wollen?) hat zu lustigem Brainstorming, einem langen Gespräch und noch mehr Getränken geführt. Das war eine tolle Reaktion und kreative Atmosphäre …

Am nächsten Morgen habe ich dezent verkatert und angefeuert von der positiven Reaktion und der gestrigen Herumspinnerei im Netz nach Ausschreibungen für Kurzgeschichten gesucht. Dabei hatte ich gar nicht speziell »Der Erlöser« im Kopf, da ich schon einige Kurze in der Schublade liegen hatte, sondern hab einfach mal gestöbert. Ich hatte noch nie nach sowas gestöbert, es vertrieb mir gut die Zeit und ich wollte einfach mal in Ruhe prokrastinieren. Zum Schreiben ging es mir auch nicht gut genug (wenn ihr versteht, was ich meine).

Und dann fand mich die Ausschreibung des Amrûn-Verlags zur zweiten Zombie Zone Germany-Anthologie. Hat mich einfach angesprungen.
Wie witzig ist es, nach all den seltsamen und (für mich) vollkommen untypischen Umständen, wie die Story entstanden ist, eine Ausschreibung zu finden, auf die meine Geschichte passt wie der Gehstock von Oma Miyagi in einen Zombiebrägen?
Ich hab mir die Vorgaben und Wünsche des Verlags durchgelesen und dachte immer nur: “Jup. Passt. Check.” Okay, stimmt nicht ganz (ich widerlicher Hochstapler!), denn ich musste das Jahr verändern, in dem die Story spielt (meine ursprüngliche Geschichte sollte erst in fünf Jahren spielen), aber das war es dann auch schon! Auch das war auch so ein Zufall, den es gar nicht gibt, oder?! Sometimes truth is stranger than fiction.

Der Einsendeschluss war der 30.06.2019 und wir schrieben den 21.04.2019.
Jetzt hatte ich zwei Optionen:
Nummero Uno: Ich könnte ich das tun, worin ich absolut unschlagbar bin: Die ganze Idee zu Tode denken, an der Story schleifen bis zum-geht-nicht-mehr und am 29.06. aufgeben, weil ich denke, dass es eh keinen Sinn macht. Oder aufgrund meines angeborenen Talents, wichtige Termine zu verbummeln (Geburtstage stehen da ganz oben auf der Liste!), den Abgabetermin schlichtweg zu verpassen.
Oder ich lese mal kurz drüber und schicke sie weg (was, wie ihr jetzt wohl schon vermutet, genau so untypisch ist, wie die ganze Entstehungsgeschichte an sich!).
Ich habe Tor 2 gewählt. Das schlechte Gewissen, eine so ungeschliffene Geschichte zu verschicken, war zwar da, aber es fühlte sich trotzdem so an, als hätte alles so sein müssen und gar nicht anders sein können. Das enge Zeitfenster bis zum Einsendeschluss schien mir da nur ein weiterer Wink mit dem Zaunpfahl zu sein, da Geduld bei mir eher stark unterentwickelt ist.

Wer wissen will, was Hagelzuckerkekse und Whisky hier zu suchen haben, sollte ein Exemplar von “Zombie Zone Germany: Der Beginn” ordern!

Auch die Magie braucht mal ’ne Pause

Okay, jetzt machte die Magie mal kurz Urlaub, denn, wie das Leben so spielt, wechselte die Herausgeberin der Anthologie und der Abgabeschluss wurde auf den 30.09.2019 verlängert. Irgendwann “vergisst” man, dass man noch was am Laufen hat, aber ich würde euch schamlos ins Gesicht lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich zwischendrin” (heißt übersetzt: ca. jeden zweiten Tag) nicht auch mal ungeduldig war … Geduld ist zwar eine Tugend, aber definitiv nicht meine. Und dann hatte sich die Zahl der Einsendung bis zum neuen Einsendeschluss mit 3,6 multipliziert! Da hab ich nur noch mit den Schultern gezuckt, denn die ganze Sache hatte zwar bombig und zackig angefangen, aber ich bin Realist und eine kleine Nummer … und so sah ich meine Felle davonschwimmen, winkte hinterher und ließ die Geschichte trotzdem ruhen (obwohl sie für eine Überarbeitung meinerseits für meine eigene Anthologie anstand – man weiß ja nie!).
Aber die Enttäuschung über die arg geschrumpften Chancen hielt sich in Grenzen, denn dann würde ich den Erlöser halt in meiner eigenen Anthologie zu seinen verdienten Ehren kommen lassen. Magisch war es trotzdem und das war etwas, was mir niemand mehr nehmen konnte!

Back on track und wie arbeitet es sich mit einem Verlag zusammen?

Im Dezember 2019 (wie war das mit Geduld?) erreichte mich dann aber schließlich eine E-Mail mit der definitiven Zusage und im Januar 2020 hatte ich den ersten Kontakt mit einer Lektorin, die sich um meine Geschichte gekümmert. Ein Profi + Meine Geschichte = Whoop! Whoop!

Ihr wisst, dass ich mit Herz und Seele Selfpublisher bin und immer gesagt habe, dass eine Verlagserfahrung allein deswegen reizvoll wäre, damit ich überhaupt weiß, wie sowas abläuft, was in einem Vertrag alles so drinsteht, ob das was für mich ist und wovon man so spricht etc. pp.
Was soll ich sagen? Herausgeberin und Lektorin Claudia Rapp hat mir mit ihrer unkomplizierten und freundlichen Art meinen Besuch in der Welt der “Verlagsautoren” mehr als leicht gemacht.
Sie hat, während sie meine ganzen Interpunktionsschlampereien ausbügeln musste, nicht sooo laut geflucht, als dass ich es in meinem Arbeitszimmer hätte hören können, und sie hat an einigen Stellen helfend und unterstützend eingegriffen, wofür ich ihr sehr dankbar bin.
Darüber hinaus musste sie dem Neuling viele Fragen beantworten und hat sich um meine Anliegen, Unsicherheiten und Nachfragen gekümmert. Das war eine wirklich entspannte und sympathische Erfahrung und ich bin mehr als glücklich, dass ich sie machen durfte!
Gleiches gilt auch für den Kontakt mit dem Verlag in Person von Jürgen Eglseer … ich glaube, wenn man das Glück hat, gleich beim ersten Mal mit solchen Menschen “arbeiten” zu dürfen, liegt die Messlatte für die Zukunft verdammt hoch. Aber wer weiß schon, was die Zukunft bringt?

Was war da los? Was bleibt? Was kommt?

Jetzt wird meine eigene Anthologie (die ich voraussichtlich 2020 veröffentlichen möchte) natürlich ohne den Erlöser auskommen, aber ich freu mich so viel mehr darüber, dass ich ein kleiner Teil der Zombie Zone Germany und dieser Anthologie zwischen all den großartigen Autorinnen und Autoren sein darf! Das alles fühlt sich immer noch wie ein Traum an, wenn ich ehrlich bin.

Wer mich kennt, weiß, dass ich das nicht erzähle, weil ich von mir glaube, ein toller Hengst zu sein. (Eigentlich ist mir immer noch unbegreiflich, wie es überhaupt dazu kommen konnte!) Auf die Brust trommeln und Grunzen überlasse ich gerne anderen …
Aber ich habe dabei sogar was über mich gelernt und das ist wirklich nicht zu unterschätzen!
Das Schreiben war bei dieser Geschichte anders. Mein Verhalten war anders. Meine Entscheidungen waren andere. Ich habe wirklich alles anders gemacht, als ich es normalerweise machen würde, wenn ich mein Kontrollzentrum einschalte und das ist etwas, was diese ganze Geschichte für mich persönlich so speziell macht.
Und dennoch war ich es … nur anders, als bei den anderen Geschichten, die ich veröffentlicht habe und im Leben generell. Halt eine andere Seite meiner Persönlichkeit und auch wenn »Der Erlöser« ganz anders ist als »In Ewigkeit« oder »Die Träne der Zauberschen«, stammt alles aus derselben Quelle. Aus dem Kopfmensch wurde kurzzeitig ein Bauchmensch, könnte man sagen.
Manchmal muss man die gewohnten Pfade verlassen, sich treiben lassen von Intuition, Inspiration und nicht alles bis ins Detail planen. Oder um es mit den unsterblichen Worten Jim Morrisons zu sagen: “Let it roll, Baby, roll!”
Ich bin wirklich froh, eine andere Seite von mir kennengelernt zu haben, denn es hat mir neue Horizonte eröffnet. Und ehrlich gesagt hat mir keine Geschichte bisher beim Schreiben so viel Spaß bereitet, wie »Der Erlöser«! Und nur das zählt.

That’s it. Eine für mich persönlich verdammt schräge Story hinter einer verdammt schrägen Story.

Danke fürs Zuhören! Damit ihr wisst, ob mein ganzes Geschwafel überhaupt der Mühe wert war, würde ich jetzt vorschlagen, dass ihr dem Amrûn-Verlag einen kleinen Besuch abstattet und das Buch endlich vorbestellt!


Passt auf euch auf und bis garantiert bald!
Ian.

Zombie Zone Germany: Der Beginn
Herausgeberin Claudia Rapp
576 Seiten Paperback
Amrûn Verlag
Erscheint zur Leipziger Buchmesse März 2020 Mitte März 2020
Shop: https://amrun-verlag.de/produkt/zombie-zone-germany-der-beginn/

Beschreibung
Zombies haben Deutschland fest im Griff. Das Schicksal des isolierten Landes ist tragisch. Aber wie hat das eigentlich alles angefangen? Wie haben die Menschen den plötzlichen Verlust ihrer Normalität, das Grauen vor der eigenen Haustür, in der eigenen Familie erlebt?

Mai 2020. Der Tag X, an dem die ersten Untoten gesichtet, gemeldet werden. Und wahllos Menschen angreifen, beißen, töten. Sie anstecken und dazu verdammen, dass die Opfer selbst zu Zombies werden. Rasend schnell verbreitet sich die zunächst unerklärliche ›Seuche‹ in Deutschland, denn es gibt mehr als einen Infektionsherd.

In 19 Geschichten erleben wir Betroffene aller Altersgruppen und sozialen Schichten. Menschen in der Großstadt, auf dem Land, Einzelgänger, Familien, beste Freunde, heimliche Feindinnen, Cliquen und Wahlverwandtschaften, Zusammenhalt und Rückzug, Schulterzucken ebenso wie Kämpfe bis zum letzten Atemzug. Allen gemein ist die konstante Bedrohung, das grausige, von Gewalt geprägte Umfeld aus Tod, Ekel, Angst und Ungewissheit, das zum Vorschein bringt, wer diese Menschen wirklich sind.

Das Prequel zur Zombie Zone Germany – denn wir sollten alle vorbereitet sein!

02/2020 – Autorenvorstellung (Dark Owl)

Jenni aka Dark Owl hat mich gefragt, ob ich mich in ihrem Blog vorstellen möchte … na klar! Da mir solche Texte immer schwerfallen, habe ich mir ein Zeitlimit von 15 Minuten gesetzt und alles aufgeschrieben, was mir so durch den Kopf ging … hätte schlimmer kommen können, hahaha …

Moin! Ich bin Ian Cushing und Jenny hat gesagt, dass sie mich euch vorstellt, wenn ich einen kleinen Text über mich schreibe, damit ihr mich kennenlernt. Ich mag keine vorgefertigten Promotexte, daher schreibe ich jetzt einfach in der nächsten Viertelstunde alles auf, was mir so durch den Kopf geht.

Here we go:
Okay, meinen Namen kennt ihr bereits. Nicht, weil ich so schrecklich berühmt bin, sondern, weil ich ihn oben schon genannt habe. Ich bin Mitte vierzig und lebe im schön-beschaulichen Südniedersachsen. Seit 2017 veröffentliche ich meine Geschichten und bin ein leidenschaftlicher Selfpublisher. Bevor ich selbst zu einem wurde, hatte ich ja keine Ahnung, was im Bücher-Untergrund so alles abgeht! Es ist wie in der Musik oder Kunst oder Film: Was du siehst, liest und hörst, ist das, was du sehen sollst. Aber unter der Oberfläche der Charts und Bestsellerlisten tummeln sich fantastische Bands, Filmemacher und Selfpublisher! Ich bin glücklich, das kennengelernt zu haben und nun zwischen den Welten wandeln darf.

Wie auch die vielen hingebungsvollen Bloggerinnen und Blogger, die sich mit Herz und Leidenschaft für Autoren, Verlage und Selfpublisher wie mich einsetzen! Das ist alles andere als selbstverständlich für mich! Lots of hugs, y’all!

Ich selbst habe drei Bücher veröffentlicht, wobei das erste, »Fünf Minuten« (2017), dann zu einem Teil meines zweiten Buches »In Ewigkeit« (2018) wurde und seit dem nicht mehr einzeln zu kaufen ist! Im August 2019 habe ich dann meinen Roman namens »Die Träne der Zauberschen« veröffentlicht. Aktuell (es ist Ende Januar 2020, während ich den Text schreibe) arbeite ich fleißig an meiner eigenen Anthologie, die hoffentlich im Laufe des Jahres 2020 das Nachttischlicht eures SuBs erblicken wird.

Und sonst so? (Meine Viertelstunde läuft gleich ab!)
Ich bin passionierter Passivfußballer;
Ich finde, dass das Marvel Cinematic Universe viel zu unübersichtlich geworden ist;
Und Batman sowieso der coolste Superheld ist;
Ich hoffentlich bald eine tolle Überraschung verkünden darf;
Ich viel zu wenig Zeit zum Lesen und Schreiben habe;
Camus, King, Lovecraft und Hesse meine heilige Vierfaltigkeit ist …

Okay … Viertelstunde ist rum! Das war gar nicht so schlecht, unter Zeitdruck zu arbeiten, denn wie ich mich kenne, hätte ich sonst tagelang an einem Vorstellungstext rumgedacht und so habt ihr mich mal ganz spontan kennengelernt! Wer mehr wissen möchte, schaut einfach mal in den sozialen Medien vorbei: www.iancushing.de (Homepage inklusive Rezensionen, Leseproben etc.) www.facebook.com/Ian.Cushing.Official (Facebook, halt) www.instagram.com/cushing.ian (Hey Schatz, guck mal, ich bin bei Insta!)

In diesem Sinne … alles Gute und bis bald!
Euer Ian.

02/2020 – Interview (De Bichergeck)

Jessica alias De Bichergeck hat mich nach Luxemburg zu einem Interview eingeladen. Virtuell, wenigstens. Aber ich freu mich sehr über ihr Interesse, egal wo auf der Welt! Wusstet ihr, dass sie selbst Autorin ist? Viel Spaß!

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für diese Fragen nehmen!
Ich danke dir, liebe Jessica, dass du mir deine Zeit schenkst und Interesse an mir hast! Ich hoffe sehr, dass es dich nicht stört, wenn ich dich duze …

Wann haben Sie bemerkt, dass Sie ein Talent zum Schreiben haben?
Bereits in der Schule habe ich am liebsten Aufsätze und später Interpretationen und sowas geschrieben. Durch diverse Hobbys wurde mir dann im Laufe der Jahre öfter mal bescheinigt, dass ich das wohl ganz gut kann.

Wie hat sich Ihr Leben nach den ersten Veröffentlichungen verändert? Wurden Sie vom Erfolg überrascht?
Es hat sich eindeutig positiv verändert! Anfangs wusste ich überhaupt nicht, ob ich das Zeug dazu hab, eine Geschichte zu schreiben (und eigentlich weiß man das auch nach den ersten Veröffentlichungen nicht wirklich), aber die Reaktionen der Leser waren einfach nur wundervoll! Ich erhielt so viel positiven Zuspruch und Bestätigung von den Freunden, Lesern und Bloggern, dass es mich mehr als überrascht hat. Und das ist es, wie ich meinen Erfolg definiere: einige Menschen mit meinen beiden Büchern „In Ewigkeit“ und „Die Träne der Zauberschen“ berührt zu haben! Das bedeutet mir weit mehr, als 1000 verkaufte Bücher. Ich schreibe nicht, um reich und berühmt zu werden. Das war nie der Ansporn, sondern ich wollte immer meine Gefühle und Gedanken zum Ausdruck bringen. Klar, das lässt sich leicht sagen, wenn man „kommerziell erfolglos“ ist, aber es ist die Wahrheit, hehehe. Der schönste Lohn, wenn man es so nennen möchte, ist der direkte Kontakt zu den Lesern und wenn ich merke (oder sie mir sagen), dass meine Texte sie wirklich berührt haben.

Wieso haben Sie sich für den Selbstverlag entschieden?
Zum einen: Kein Verlag interessiert sich für einen Neuling, der einfach so auftaucht und der Meinung ist, dass er ein ganz tolles Buch geschrieben hat. Das ist wohl auch verständlich, denn ein Verlag muss zusehen, dass er die Kosten, die nicht unerheblich sind, wenn man ein Buch veröffentlicht, durch Verkäufe wieder reinholt. Wenn der Newcomer dann nicht das erwünschte kommerzielle Potential mitbringt, wäre es ein Minusgeschäft, was Unternehmen nur sehr selten eingehen. Daher mache ich halt mein eigenes Minusgeschäft, hahaha.
Zum anderen: Ich liebe es, alles so zu machen, wie es in meinen Augen „sein soll“. Ich finde es toll, dass ich über jeden Schritt die Kontrolle habe und durch jede Veröffentlichung etwas dazulerne. Gleichzeitig hasse ich es auch manchmal, denn der kreative Prozess tritt dadurch stark in den Hintergrund und es wäre toll, zum Beispiel einen Lektor zu haben, denn die Überarbeitung meiner Texte kostet mich meistens mehr Zeit als das Schreiben selbst. Aber im Großen und Ganzen bin ich mit meiner Situation sehr glücklich. Mit allen Hochs und Tiefs.

Was ist für Sie der schwierigere Moment – den ersten Satz zu schreiben oder den letzten?
Eindeutig der letzte Satz. Komischerweise steht der erste Satz immer recht schnell fest und nur ganz selten wird er danach geändert. Ich weiß, dass es viele Leser von dem ersten Satz abhängig machen, ob das Buch sie gefangen nimmt oder nicht, aber das Ende ist mir persönlich sehr viel wichtiger.

Haben andere Autoren Sie beeinflusst – und wenn ja: Wie?
Ich denke, dass kreative Menschen auf irgendeine Art immer von allem beeinflusst werden, was sie jemals gelesen, gesehen oder gehört haben. Im besten Fall geschieht diese Beeinflussung unbewusst, denn dann findet man irgendwann einen eigenen Stil.
In der kommenden Kurzgeschichtensammlung wird es auch zwei Geschichten geben, die ich als „Fan Fiction“ im weitesten Sinne bezeichnen würde und bei denen ich mich bewusst (und für jeden mehr oder weniger nachvollziehbar) habe inspirieren lassen. Das macht auch sehr viel Spaß! Aber der eigene Stil, die eigene Idee sollte eigentlich immer im Vordergrund stehen.

Wie lange dauerte es von der Idee, bis zum fertigen Produkt?
Bei meinem Buch „Die Träne der Zauberschen“ waren es ziemlich genau 13 Monate von der Planungsphase bis zur Veröffentlichung.

Schreiben Sie mit der Hand, der Schreibmaschine, dem Computer? Wie darf man sich Ihren Arbeitsplatz vorstellen?
Ich mache mir sehr viele Notizen in meinem Notibuch, arbeite auch manchmal aus Spaß Szenen handschriftlich aus, vor allem, wenn ich unterwegs bin. Aber grundsätzlich schreibe ich an meinem Computer.
Mein Arbeitsplatz ist irgendwas zwischen aufgeräumt und chaotisch. Ich weiß in dem Chaos allerdings immer, wo ich die kleinen Zettelchen, auf denen ich mir unterwegs oder auf der Arbeit Notizen mache, finde. Organisiertes Chaos, also.

EBooks oder Papierdruck?
Eindeutig Papierdruck.

Was halten Sie von Eselsohren in Büchern?
Mit Eselsohren habe ich kein Problem! Ich finde, man muss Bücher mit Respekt behandeln, aber sie dürfen auch gerne „gelesen“ aussehen. Und da ich meistens abends im Bett lese, habe ich keinen Post-it zu Hand und so markiere ich mir gerne mal ganz besondere Stellen in den Büchern mit einem kleinen Knick. Barbarisch, ich weiß …

Nehmen Sie sich die Kritiken, zu Ihren Büchern zu Herzen?
Ja, denn sie können Anregungen sein! Man lernt durch die Meinungen und Kritiken der Leser und daher ist es mir auch so wichtig, eine ungefilterte, ehrliche Meinung zu erhalten, denn manchmal decken sie Fehler oder Unzulänglichkeiten auf, die ich selbst nicht erkannt habe.
Es ist allerdings nicht so, dass ich dann beim nächsten Mal jede Kritik und Anmerkung umsetze oder beherzige. Das ist ja das schöne als Selfpublisher: Man macht alles so, wie man es für richtig hält und schreibt in erster Linie für sich.

Was ist das Geräusch/der Geruch Ihrer Kindheit?
Ich erinner mich manchmal tatsächlich an einen ganz bestimmten Tag. Ich war noch in der Grundschule, es waren Sommerferien und ich bin morgens in den Garten gegangen. Die Sonne schien bereits warm auf meine Arme und kann mich heute noch an das besondere Licht, dieses Gefühl und vor allem den Duft erinnern. Ich kann nicht sagen, wonach es im einzelnen geduftet hat, aber es war eine Mischung aus Blumen und Blüten, der Erde und der Kieselsteine, die langsam von der Sonne erwärmt wurden, während der Tau auf dem Rasen verdunstete.

Welchen Kindheitstraum haben Sie sich noch nicht erfüllt?
Puh, da habe ich jetzt lange drüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich keine Kindheitsträume hatte oder habe; weder erfüllt noch unerfüllt.
Wünsche und Hoffnungen, die meinen aktuellen Projekten entspringen, gibt es aber wirklich mehr als genug!

Wenn Sie mit einem Fingerschnipsen etwas in Ihrem Leben ändern könnten – was wäre es, und warum?
Ich wäre gern mit ein ganz klein wenig mehr Selbstbewusstsein ausgestattet; die ständigen Zweifel und Gedanken, ob „es nicht noch besser geht“ und so weiter, sind auf Dauer eher hinderlich (wenngleich es auf eine gewisse Weise auch dafür sorgt, dass ich meine „Aufgaben“ so gut wie irgend möglich ist erledige).

Welche Figur aus einem Roman oder einem Film würden Sie gerne treffen – und was würden Sie ihm / ihr sagen?
Ich glaube, ich würde mich lieber mit realen Menschen treffen. Da gibt es einige, die ich sehr bewundere und mit denen ich gerne mal in einem Raum zusammen wäre, ohne, dass sie Notiz von mir nehmen müssten, denn vermutlich würde ich kein Wort herausbekommen. Bob Dylan, John Cleese oder Stephen King, zum Beispiel. Ich würde sie einfach nur ein paar Minuten beobachten wollen.

Was bedeutet Familie für Sie?
Glücksspiel. Familie kann man sich nicht aussuchen, aber bis zu einem gewissen Grad der Verwandtschaft habe ich wirklich Glück gehabt.

Haben Sie ein Lieblingsbuch?
Das ist „Der Steppenwolf“ von Hermann Hesse.

Lieblingszitat?
So ziemlich jeder Satz aus dem „Steppenwolf“ und
„Same shit, different day“ – Stephen King

Wie würden Sie sich in drei Wörtern beschreiben?
Zweifelnd. Unsicher. Mutig.

Was ist Ihnen wichtig, am Ende eines oder vielleicht sogar: eines jeden Tages getan zu haben?
Den wichtigsten Menschen in meinem Leben durch Worte, Taten oder kleine Gesten zu verstehen gegeben zu haben, wie viel sie mir bedeuten.

Die beste Entscheidung Ihres Lebens war?
Bücher zu veröffentlichen und Karmazid zu fragen, ob er die Cover für mich zeichnet.
Und meine Frau zu heiraten.

Wann können Ihre Leser mit dem nächsten Buch rechnen?
Ich bin sehr stolz, dass eine Kurzgeschichte in der Anthologie „Zombie Zone Germany: Der Beginn“ beim Amrûn Verlag zur Leipziger Buchmesse Mitte März erscheinen wird! Es ist sehr spannend für mich, ein Teil dieses großen Projektes zu sein, zumal es mir einen winzigen Einblick in die Welt der Verlagsarbeit ermöglicht. Die Geschichte wird eine vollkommen andere Facette meiner Persönlichkeit zum Ausdruck bringen und ich bin sehr nervös, wie die Leser von „In Ewigkeit“ und „Die Träne der Zauberschen“, aber auch alle anderen, die noch nie etwas von Ian Cushing gelesen haben, reagieren werden.
Darüber hinaus arbeite ich gerade an dem Feinschliff meiner eigenen Anthologie, die ich vermutlich bereits im Sommer oder Herbst 2020 als Selfpublisher veröffentlichen werde. Es dauert also nicht mehr lange, bis man neue Geschichten von mir zu lesen bekommt!

12/2019 – Der große Jahresrückblick 2019 [in eigener Sache]

Liebe SuPs!
Da ich dieses Jahr ein Buch veröffentlicht habe, dachte ich mir, ich könnte zum Jahresabschluss einen Einblick geben, was bei mir so los war; das Hauptaugenmerk liegt dabei auf meinem Buch »Die Träne der Zauberschen«, Emotionen und Fakten.
Mitte August war ich endlich soweit, dass ich das Buch nach dreizehn Monaten »Arbeit« veröffentlicht habe. Was für ein unglaublich spannender Moment, denn wenn man sich so lange mit etwas beschäftigt, ist es unmöglich zu sagen, ob es ‘okay’ oder ‘die übelste Grütze ist, für die jemals ein Baum sterben musste’.
Tja … was soll ich sagen? Es ist mir unmöglich, meine eigene »Arbeit« zu bewerten, aber das haben die Rezensenten, Freunde und Bekannten mir zum Glück abgenommen. Und wie! Eure Reaktionen waren einfach nur atemberaubend!
Dankbar für jede kritische Anmerkung und überwältigt von dem Zuspruch. Das trifft es wohl am besten.
Jedes neue Buch ist ein Experiment für mich und ich bin überglücklich, dass ich mit dem aktuellen Experiment nicht gescheitert bin.
Für jede ehrliche Meinung, sei sie öffentlich in euren Blogs oder privat in meinem Postfach oder bei einem Bier direkt mir ins Gesicht kundgetan worden, sage ich euch aus tiefstem Herzen DANKE!
Ohne euch, die Leser, Rezensenten und Kritiker, wären wir Selfpublisher nichts! Das war so und wird immer so sein. Und dafür danke ich euch mehr, als ihr euch vorstellen könnt!

Jetzt kommen wir zu den Fakten.
Wer den letzten Jahresrückblick noch im Kopf hat, ahnt, dass es wieder Zeit wird, die Taschentücher herauszuholen. Also, macht traurige Musik an und lasst euch in meine Welt der Zahlen entführen.

Bücher kosten Geld. Viele Bücher kosten viel Geld. Und da ich durchaus »oldschool« bin, betrachte ich es als Wertschätzung, Rezensenten und Freunden ein Taschenbuch zukommen zu lassen. Allein diese Entscheidung sorgt dafür, dass ich niemals in die schwarzen Zahlen kommen werde. Aber darum geht es mir auch nicht. Hobbys kosten nun mal Geld. Also: Versteht es nicht als Jammerei, sondern einfach als Fakten, denn ich weiß, dass man als Leser oftmals gar keine genaue Vorstellung hat, was im Hintergrund alles an einer Buchveröffentlichung hängt. Und da ich selber solche Einblicke liebe, liefere ich euch einfach meinen eigenen.

Ich habe mein Taschengeld wie folgt investiert:
Für 78 Taschenbuchexemplare, das wunderschöne Cover von Karmazid, meinen wundervollen Korrektor, die Goodies und das Porto habe ich 1.390,71 Euro ausgegeben. Und kein Cent davon war unnötig!

Bis zum 22.12.2019 bekam mein Buch 17 Rezensionen (und ganze 11 stehen sogar noch aus, aber Geduld ist eine Tugend!) und die Followerzahlen der Blogs belaufen sich auf sage und schreibe 26.425 Leseratten. Wow, oder?!

Verkauft habe ich über sämtliche Möglichkeiten hinweg (Buchladen, Direktverkauf, eBook) 31 Exemplare. Ja, it’s a long way to the top. Zusätzlich kommen noch die gelesenen Seiten im Kindle Unlimited-Abo und zack schon hat es in der Kasse geklingelt!
Meine Einnahmen belaufen sich auf 187,91 Euro. Nicht pro Tag oder pro Woche, sondern insgesamt. Das macht, ich runde mal großzügig ab, noch 1.200 Euro, die in meiner Excel-Tabelle rot leuchten. Aber wisst ihr was? Macht nichts!

Durch den Verdienst von 1,14 Euro pro Taschenbuch oder 2,88 Euro pro eBook werde ich das Loch wohl nie stopfen. Der Taschenbuchdirektverkauf lohnt sich da schon eher, denn ich habe pro Eigenexemplar 8,70 Euro bezahlt und muss mein Buch für 14,99 Euro verkaufen, was also einen Gewinn von 6,29 Euro pro Taschenbuch bedeutet, sofern ich euch das Porto aufs Auge drücke. Daher mein Aufruf an alle, die sich ein Buch von einem Selfpublisher (oder eine CD / Schallplatte einer »kleinen« Band) zulegen möchten: Fragt den Autor, ob er selber Exemplare zum Verkauf vorrätig hat, denn das hilft ungemein! Und außerdem freut man sich sehr über den direkten Kontakt!

Darüber hinaus ist ein Effekt eingetreten, auf den ich sehr gespannt war: Wie wirkt sich die Veröffentlichung von »Die Träne der Zauberschen« auf mein vorheriges Buch »In Ewigkeit« aus? Antwort: Positiv! Ich hatte die Möglichkeit, weitere Rezensionsexemplare zu verschicken, und eure Meinung dazu zu erhalten. Und immerhin haben sich fünf Menschen gefunden, die nach der Zauberschen Lust auf mehr Cushing hatten und das Buch gekauft haben! Und ganz ehrlich … das ist ein unglaubliches Lob und eine riesige Freude, dass sie nach meiner Zauberschen die Nase noch nicht vollhatten.

Noch ein abschließender Gedanke zu den Zahlen: Ich kann absolut verstehen, dass viele junge Autoren nicht die Mittel haben, ein Projekt zu starten, wie ich es tat, aber mit allen wichtigen Positionen auf der Ausgabenseite habe ich mir selber Wünsche erfüllt und deshalb kann ich mit den Zahlen wirklich gut leben! Cover von meinem Lieblingskünstler! Taschenbücher! Wirklich hübsch geratene Goodies und sogar Geschenkpapier! Alles ist so geworden, wie ich es mir gewünscht habe!
Aber es gibt auch andere Möglichkeiten: eBooks als Rezensionsexemplare, kostenlose Cover selber basteln und Goodies reduzieren. Damit fallen die größten Ausgabenposten schon mal weg und es ist ja schließlich die Geschichte, die zählt, oder? Nur mal so als Tipp!

Ich selbst werde zukünftig die Anzahl der Rezensions-Taschenbücher reduzieren (und falls dann der eine oder andere Blog abspringt, kann ich es nicht ändern) und generell versuchen, die Promo-Maschine in der Zukunft straffer zu organisieren (aber die Gründe dafür und die Gedanken dahinter werden zu einem anderen Zeitpunkt ausführlich besprochen, denn das würde hier den Rahmen sprengen).

ABER … und jetzt kehren wir zurück zu dem, was wirklich zählt:
Ich freu mich wie verrückt über jeden einzelnen Menschen, der meine Geschichte liest und mir ein Feedback schenkt! Das “gelesen werden” ist das größte Geschenk für mich.

Ich bin einfach überglücklich, Bloggerinnen und Blogger dabei zu haben, die mich bereits seit meinen ersten Versuchen unterstützen und mich auf einem sehr wichtigen Weg in meinem Leben begleiten!

Ich freu mich unglaublich, dass ich neue Blogs gewinnen konnte, die sich mit meinem Hobby beschäftigen, mir ihre Meinung, Zeit und Ehrlichkeit schenken!

Ich bin überwältigt, dass es Menschen gibt, die meine Bücher kaufen und rezensieren oder um sie zu verschenken! Dabei geht es nicht um das »kaufen«, sondern um den Fakt, dass jemand weiß, dass meine Geschichten genau das richtige für einen Freund / eine Freundin sind oder ihnen selbst so gut gefallen, dass sie anderen Menschen davon berichten wollen! Das ist der absolute Wahnsinn für mich (und ich grinse grad sehr selig, während ich diese Zeilen tippe).

Auch in diesem Jahr durfte ich Menschen kennenlernen, die ich nie wieder missen möchte! Wundervolle Blogger und Kollegen, mit denen mich so viel mehr verbindet, als ein veröffentlichtes Buch.
Alte und neue Freundschaften, die weit über das Schreiben / Lesen hinausgehen …

Ein weiterer Höhepunkt für mich ist dann noch die Tatsache, dass der ein oder andere »Die Träne der Zauberschen« als eines seiner Lesehighlights des Jahres bezeichnet! Ich bin kein Wettbewerbstyp (dann hätte ich meine Zahlen wohl besser verschwiegen oder geschönt) und charmant wie ich manchmal bin sage ich: Ich scheiße auf Wettbewerb. Es gibt immer Bücher, die besser geschrieben sind, sich besser verkaufen, geiler gehypt werden, ein schöneres Cover haben, in noch größeren Blogs besprochen werden etcblabla. Aber was mich wirklich berührt ist, dass mein Buch auch Monate, nachdem es gelesen wurde, positiv im Gedächtnis geblieben ist und somit nachschwingt!
Etwas Schöneres kann ich mir gar nicht vorstellen! Und dafür, dass ihr meine Geschichte auch zum Jahresende nicht vergessen habt, sage ich ganz herzlich DANKE!

Was sonst noch?
Ich habe einige unglaublich gute Bücher von Selfpublishern dieses Jahr lesen dürfen und bin teilweise einfach überwältigt von dem Mut, der Kreativität, dem individuellen Stil, den Geschichten und/oder der Professionalität, die diese Autoren in ihren Büchern verewigt haben! Ich freu mich jetzt schon auf die Bücher, die ich 2020 lesen werde!
Habt alle einen Blick auf die Selfpublisher dieser Welt!

Kurzer Ausblick!
Nächstes Jahr wird es vermutlich ein Buch mit Kurzgeschichten von mir geben.
Und darüber hinaus vielleicht eine Überraschung, aber über ungelegte Eier soll man ja bekanntlich nicht reden. Ich werde euch auf dem Laufenden halten!

Sooo …
Jetzt wünsche ich euch, euren Freunden und Familien einen guten Rutsch und bleibt so gesund, wie es geht. Und verliert nicht den Spaß an guten Büchern oder eurem Hobby!

Ich danke euch für eure Zeit! Eure Unterstützung! Eure Worte! Eure Freundschaft! Ich hätte nie geglaubt, all das zu finden, indem der kleine Ian einfach seine Gedanken und Geschichten zu Papier bringt.

Danke für 2019! Auf 2020!

Und jetzt alle im Chor: Ohne euch Leseratten sind wir Selfpublisher nichts!

Liebste Grüße
Ian.

12/2019 – Top Ten Thursday 26.12.2019 – 10 AutorInnen, die Du dieses Jahr kennen gelernt hast und ihre Bücher (Phantastische Fluchten)

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hatte ich die Ehre, in Petra Bergers Blog Phantastische Fluchten Erwähnung zu finden! Ich freu mich sehr darüber und auch wie “wir uns gefunden haben” ist eine tolle Geschichte (Danke Miriam!).
Die vollständige Top Ten mit großartigen Autoren (und mir) findet ihr HIER!
Danke, Petra!

Ian Cushing
Miriam Schäfer hat mir dieses Buch als Geschenkt mitgebracht. Obwohl wir uns nur über Facebook kannten, hat sie meinen Geschmack absolut getroffen. Bibliophile Menschen erkennen einander wohl einfach. Die Träne der Zauberschen hat mich eine Palette von Gefühlen durchleben lassen. Es ist wohl das Buch, das mich von den Newcomern am meisten berührt hat. Normal schafft das nur Fabienne Siegmund.
Das Cover hat schon für Diskussionen gesorgt, denn ist anders und schwer zu entziffern, passt aber zu der Geschichte und kennt man sie, ist das Cover einfach perfekt. 

11/2019 – Novemberkalender (Danis kleine Bücherwelt)

Da denkt man, dass man um die Adventsaktionen herumkommt und sagt freudestrahlend bei dem Novemberkalender von Danis kleine Bücherwelt zu und dann … dreht sich alles um Weihnachten! Aber es hat Spaß gemacht!

Die ersten 5 Wörter die dir zu Weihnachten einfallen?
Grinch. Tannenbaum. Last Christmas (ich weiß, das sind zwei Wörter und ich sprenge das Limit). Konsumterror. Freizeit.

Wie feierst du Weihnachten?
Seit jetzt drei Jahren fahren meine Frau und ich über die Feiertage weg. Wir suchen uns einen schönen Ort und ein nettes Hotel aus und weg sind wir.

Ist deine Wohnung geschmückt? Baum, Deko?
Unsere Wohnung wird dezent geschmückt. Kein Baum, aber ein Weihnachtselch hier, ein Holzstern da (oder war es ein Holzelch da und ein Weihnachtsstern hier?); im Großen und Ganzen aber eher winterlich als weihnachtlich.
Die Weihnachtsrute wird bei der Arbeit geschwungen, wenn eine blonde Weihnachtselfe uns mit sanfter Gewalt zwingt, den Baum aufzubauen und zu dekorieren, bis der heilige Nikolaus vor Freude jauchzt. Davor kann sogar der Büro-Grinch sich nicht drücken; egal, was er für ein Gesicht dabei zieht.

Dein Lieblings-Weihnachtslied?
Das dürfte eindeutig “Rudolph the Red-Nosed Reindeer” sein.

Dein Lieblings-Weihnachtsessen?
Cocktails. Wenn genug Obst-Deko dranhängt, zählt das doch als Essen, oder?!

Dein Lieblings-Weihnachtgebäck?
Ich steh auf Vanille-Kipferl. Uuuuh … und Christstollen.

Schnee oder lieber nicht?
Es ist schon sehr schön, wenn frischer Schnee alles bedeckt und sich dadurch eine ganz besondere Stille über die Hektik legt.

Hast du schon alle Geschenke?
Ja, da wir die Weihnachtsgeschenke abgeschafft haben, habe ich bereits alles, was ich brauche (und das Hotel ist auch schon gebucht).

Dein schönstes Weihnachtserlebnis?
Als wir das erste Mal über die Feiertage weggefahren sind (2017), haben wir vorher nicht groß nachgedacht und da der Weihnachtsmarkt und alle Restaurants geschlossen hatten (noch nicht mal McDonalds am Bahnhof hatte länger als bis 14 Uhr auf!), sind wir wie Maria und Josef durch Weimar getapert und haben eine Futterkrippe gesucht.

Als wir um 18 Uhr vollkommen allein auf dem Rathausplatz standen und ein weihnachtliches Glockenspiel erklang, war das schon ein ganz besonderer Moment. Einerseits war es herrlich friedlich und ergreifend, aber wir wussten nun, was unsere Stunde geschlagen hat.

Vier Stunden Fußmarsch quer durch Weimar, Hunger und Durst hatten uns vollkommen ausgezehrt und wir wollten schon bei wildfremden Menschen klingeln, um nach einem Stück trockenem Brot zu fragen. Beim letzten Schlag des Glockenspiels sahen wir der Realität ins Auge, dass wir hungrig ins Bett gehen müssten (falls wir den Fußweg zurück zum Hotel überhaupt noch schaffen würden! Ausgezehrt, erschöpft, hungrig und durstig, you know?!).

Ich schlug vor, ein oder zwei Cocktails in der Hotelbar zu uns zu nehmen, was aufgrund des Nahrungsmangels sicherlich für ein frühzeitigen Knockout sorgen würde. Aber … wie das Leben so spielt, gab es in der Bar eine Terrine Kartoffelsuppe für uns! Ich hab mich noch nie so über eine Suppe gefreut. Und die anschließenden Cocktails. Der Geist der Weihnacht hatte wohl doch ein Einsehen.